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Was ist dran am Hype rund um Co Working Space und Co?

Voll im Trend - Coworking und Co (Foto: unsplash.com/toa-heftiba)
Ein Sammelpunkt für die Kreativität - das ist die Illusion hinter Coworking. Die neue Trendstrategie aus den USA schafft einen offen gestalteten, zeitlich flexiblen Arbeitsplatz, einen Arbeitsplatz, der sich speziell an die Ungebundenen wie Start-ups, Freelancer, Künstler und Studenten richtet. Seinen Ursprung hat das Gemeinschaftskonzept nirgendwo sonst als im Silicon Valley, der technologischen Ideenschmiede schlechthin. Nun ist die Kollektivarbeit aber auch in Deutschland angekommen. 2009 eröffnete mit dem Betahaus der erste offizielle Coworking Space in Berlin-Kreuzberg. Doch was ist eigentlich dran am Hype um Coworking Space & Co?

Ein kollektiver Motivationsschub
Im Coworking Space trifft sich nicht nur die Kreativität. Auch Motivation und Produktivität sind in den flexiblen Sammelbüros zu Hause. Gerade die offene Raumgestaltung garantiert eine intensive Arbeitsatmosphäre, eine Arbeitsatmosphäre, die die Leistung des einzelnen beflügeln soll. Nicht selten erweist sich schon die bloße Anwesenheit oder das zielstrebige Schaffen der Mitnutzer als kollektiver Motivationsschub. So eignet sich Coworking speziell für diejenigen, die sich in vertrauter, ausgelassenerer Umgebung wie etwa im Homeoffice oder im Café nur schwer zur beruflichen Pflicht durchringen können.

Eine kreative Abwechslung

Monotonie ist bekanntlich der größte Feind der Kreativität. So muss der Eintönigkeit gerade in gestalterischen Berufen vehement entgegengewirkt werden. Und wie ginge dies besser als mit einem Ortswechsel? Wer regelmäßig den Arbeitsplatz wechselt, fördert damit nachweislich den Kreativfluss. Nicht umsonst werden Coworking Spaces speziell bei Kreativköpfen wie Werbeschaffenden, freien Journalisten oder Jungunternehmern dankend angenommen. Der unbefristete Schreibtisch kann schließlich jederzeit angemietet und wieder gekündigt werden, die beste Voraussetzung für eine spontane Kreativpause. So macht der Coworking Space genau das möglich, was in herkömmlichen Bürogebäuden nahezu undenkbar ist. Nicht selten beträgt das Mietverhältnis hier bis zu 5 Jahre. Für Spontanität und Einfallsreichtum, das Lebenselixier der Kreativen, bleibt da nur wenig Platz.

Auf Gleichgesinnte treffen
Neben Motivationshilfe und zeitlicher Flexibilität haben Coworking Spaces aber auch noch ein beispielloses Netzwerk an Gleichgesinnten zu bieten. Hier werden sowohl private als auch geschäftliche Kontakte geknüpft, Ideen und Erfahrungen ausgetauscht sowie neue Projektmitarbeiter gewonnen. Speziell Start-ups profitieren von einem interaktiven Netzwerk an aufstrebenden Jungunternehmern, die sich gegenseitig vermarkten und zu Networking-Events verabreden können. Damit ist der Coworking Space mehr als nur ein flexibles Gemeinschaftsbüro. Er ist zugleich Kontaktbörse und Werbetrommel.

Qualität hat ihren Preis
Highspeed-Internet, Speichervolumen, Druckkosten - eine vollwertige Büroausstattung hat ihren Preis. Wenn sich dann auch noch Miete und Fahrtkosten dazugesellen, entsteht schnell ein teueres Vergnügen, ein teueres Vergnügen, das Ihnen im Homeoffice komplett erspart bleibt. Doch auch beim Coworking Space gibt es Sparvarianten: Setzen Sie auf Büroflächen außerhalb des Stadtzentrums! Verzichten Sie auf kostspielige Premiumgeräte wie zum Beispiel den Apple iMac! Ziehen Sie das Hinterhofbüro der hippen Cityversion vor! Schrauben Sie Ihre persönlichen Ansprüche herunter! Es muss schließlich nicht immer Neubau sein. Genauso wenig braucht es den Billardtisch im Aufenthaltsraum. Im Fokus steht letztlich immer noch die Arbeit, nicht das Vergnügen. Sie brauchen Unterstützung bei der Bürosuche? Eine professionelle Beratung verspricht Ihnen der Anbieter ebuero.de. Der fachkundige Büro- und Telefonservice verhilft Ihnen zum idealen Coworking Space.

Akustische Belastung
Tippen, Drucken, Telefonieren - Arbeit ist nicht gleich Stillarbeit. Wo viele Menschen aufeinandertreffen, herrscht nun einmal ein entsprechend hoher Lärmpegel. Was an dem einen spurlos vorübergeht, nagt an dem anderen. Gerade bei kreativen Tätigkeiten wie Schreiben und Konzeptionieren, die ein Höchstmaß an Konzentration erfordern, schlägt sich der Geräuschpegel schnell in der Qualität nieder. Kleiner Redaktionstipp: Blenden Sie den Lärm mit Kopfhörern oder Ohrstöpseln (Ohropax) aus!

Vorsicht bei Coworking Cafés
Die trendige Alternative zum klassischen Gemeinschaftsbüro: das Coworking Café. Zwar wirbt das interaktive Arbeitskonzept mit Produktivität bei entspannter Caféatmosphäre, gleicht aber nicht selten mehr einer Selbstinszenierung. Ein kleiner Cafétisch, vollgestellt mit MacBook, teueren Schreibwaren und Soja-Latte, kann schließlich nicht den großzügigen Schreibtisch mit Ergonomiestuhl ersetzen. Dasselbe lässt sich auch vom Ambiente behaupten. Anstatt in einer konzentrierten Arbeitsatmosphäre findet man sich häufig in einem Gemenge von privaten Unterhaltung wieder. So ist das Coworking Café weniger berufliche Ideenstätte als neuer Modetrend.