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Wertvolle Arbeit für die Flüchtlinge und für unsere Gesellschaft

Eine willkommene Störung des Unterrichts: der ehrenamtliche Lehrer Wolfgang Kresse (stehend, von rechts) erläutert Reiner Kaminski (Landkreis Harburg), Pastor Markus Kalmbach und Gerhard Oestreich (Sparkasse Harburg-Buxtehude) den Ablauf eines Sprachkurses. Die Ehrenamtler Petra El Tawil (stehend) und Maren Schiewe (sitzend) sind mit am Tisch. (Foto: Sparkasse Harburg-Buxtehude)
 
Jeweils 15 bis 20 Flüchtlinge nehmen an den Sprachkursen der St.-Marien-Kirchen-Gemeinde in Winsen teil. Mit der Spende von 2000 Euro soll unter anderem eine weitere mobile Tafel angeschafft werden. (Foto: Sparkasse Harburg-Buxtehude)

Stiftung für Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude unterstützt Sprachkurse der St.-Marien-Kirchengemeinde in Winsen.


Wenn Wolfgang Kresse aus seiner täglichen Erfahrung berichtet, wird die Notwendigkeit besonders deutlich. „Einigen fällt es auch nach anderthalb Jahren noch schwer, im Alltag Deutsch zu sprechen“, sagt der Mann, der als ehrenamtlicher Mitarbeiter in der St.-Marien-Kirchengemeinde in Winsen versucht, Flüchtlingen vor allem aus Afrika die deutsche Sprache näher zu bringen.
„Ich rede aber von Anfang an Deutsch. Eine gemeinsame sprachliche Basis gibt es nicht, da die Flüchtlinge aus vielen verschiedenen Ländern stammen“, erzählt Kresse weiter. Also wird auch viel mit Händen und Füßen „gesprochen“, erklärt und gestikuliert. Am Ende der sechswöchigen Sprachkurse mit 130 Unterrichtseinheiten können die jeweils 15 bis 20 Teilnehmer dann zum Beispiel nach dem Bus fragen, wissen mit der in anderen Sprachen unbekannten Unterscheidung zwischen „Du“ und „Sie“ umzugehen und erkennen beim Einkaufen, ob Lebensmittel womöglich Bestandteile enthalten, die nicht mit muslimischem Glauben vereinbar sind.
Das alles gibt es nicht zum Nulltarif. Und mit einem einzigen Sprachkurs ist es angesichts von 120 Neuankömmlingen in der Unterkunft an der Bürgerweide auch nicht getan. Daher sind Pastor Markus Kalmbach und das gesamte Team des Internationalen Cafés in Winsen froh, dass sie mit ihrer Bitte nach Unterstützung auf offene Ohren gestoßen sind. 2000 Euro haben sie von der Stiftung für Stifter der Sparkasse Harburg-Buxtehude erhalten. Die Zuwendung ist zweckgebunden für die Anschaffung von Unterrichtsmaterialien für Sprach- und Kommunikationskurse. „Wir haben nur eine mobile Tafel und benötigen dringend eine zweite“, nennt Pastor Markus Kalmbach ein Beispiel.
„Mit den von Ihnen angebotenen Sprach- und Kommunikationskursen leisten Sie wertvolle Arbeit, sowohl für die Flüchtlinge als auch für unsere Gesellschaft“, sagt Gerhard Oestreich, Regionaldirektor der Sparkasse Harburg-Buxtehude, bei der Übergabe. Oestreich und seine Mitstreiter im Regionalforum Landkreis Harburg der Stiftung für Stifter engagieren sich mit Kompetenz und Verbundenheit dafür, dass die zur Verfügung stehenden Spenden und Erträge sinnvoll eingesetzt werden.
Die Stiftung für Stifter ist ein recht junges Kind und wurde von der Sparkasse Harburg-Buxtehude mit zwei zentralen Zielen gegründet: einerseits, um potenziellen Stiftern eine einfache Möglichkeit zu bieten, sich für das Gemeinwohl zu engagieren, und andererseits, um den Stiftungsgedanken fest in der Region zu verankern.
Der Gedanke des Helfens und der Gedanke, die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge auch als Chance für die Gesellschaft zu begreifen, ist fest in der St.-Marien-Gemeinde verankert. Seit zwei Jahren gibt es an jedem Sonnabend das Internationale Café im Gemeindezentrum. Zu diesem Ort der Begegnung strömen Woche für Woche 70 bis 100 Flüchtlinge und viele Bürgerinnen und Bürger. „Das Café ist offen für alle“, sagt Reiner Kaminski, der beim Landkreis Harburg für den Bereich Soziales zuständige Fachbereichsleiter. „Ich lade alle Bürger ins Internationale Café ein, auch um Kontakt zu finden und Ängste abzubauen.“
Seine Pforten weit geöffnet hat das Café am zweiten und vierten Sonnabend im Monat von 10 bis 13 Uhr sowie am ersten und dritten Sonnabend von 14 bis 17 Uhr. Kaffee und Kuchen stehen natürlich bereit. Und dank der Sprachkurse können die Flüchtlinge beim nächsten Besuch schon viel mehr Worte und merklich sicherer reden.