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Wie viel Alkohol ist zuviel - Telefonaktion mit Beratern der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Birgit Ganse berät zum Thema Alkoholkonsum (Foto: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
Jedes Jahr sterben laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Deutschland etwa 74.000 Männer und Frauen an den Folgen ihres Alkoholkonsums. 9,5 Millionen Deutsche haben Alkoholprobleme. Etwa 1,3 Millionen von ihnen sind alkoholabhängig. Zu den häufigsten durch chronischen Alkoholkonsum hervorgerufenen Krankheiten zählen Leberzirrhose, Schädigungen des Gehirns sowie Herzmuskel- und Krebserkrankungen.
Alkoholmissbrauch ist laut BZgA-Expertenin allen Altersgruppen, auch bei Senioren, ein wachsendes Problem. Seit dem Jahr 2000 stieg zum Beispiel die Zahl der über 65-jährigen Patienten, die wegen alkoholbedingter psychischer Störungen in einer Klinik versorgt werden mussten, in einigen Bundesländern um mehr als 75 Prozent.
Viele ältere Menschen sind sich der Tatsache nicht bewusst, dass sie Alkohol immer schlechter vertragen. Da der Wasseranteil im Körper mit den Jahren sinkt, erhöht sich bei gleichbleibender Trinkmenge naturgemäß der „Alkoholpegel“. Außerdem braucht die Leber deutlich länger für den Abbau des Alkohols, und oft kommen riskante Wechselwirkungen mit Medikamenten hinzu.
Die Gründe für den Alkoholmissbrauch im Alter sind vielfältig: der Verlust des Partners, körperliche Schmerzen und auch das Ende des Arbeitslebens stellen Probleme dar, die für manche schwer zu bewältigen ist.
Es ist aber nie zu spät, sich vom Alkohol loszusagen und wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen. Wenn man das Gefühl hat, dass man selbst oder Familienmitglieder zu viel trinken, kann man darüber während einer Telefonaktion mit den erfahrenen Suchtberaterinnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Brigitte Ganse und Beate Kübler-Blümel, sprechen. Wie komme ich vom Alkohol wieder weg? Ab welcher Menge schadet er der Gesundheit? Kann ich meinen Sohn, meinen Partner oder meinen Vater vom Trinken abhalten? Diese und alle anderen Fragen zum Thema werden anonym am Montag, 9. September, von 15.30 bis 17.30 Uhr beantwortet, Telefon: 0221-89 20 31 (deutsches Festnetz).