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Handball der Spitzenklasse

Shakehands vor dem Spiel, dann ärgerten die Luchse der SGH-Rosengarten-Buchholz (schwarze Trikots) die Nachbarinnen vom Buxtehuder SV.
 
Jana Stapelfeld, Angreiferin vom Buxtehuder SV, wird hier von den Leipzigerinnen Isa-Sophia Rösike (links) und Saskia Lang aufgehalten.
Die deutschen Vizemeisterinnen des HC Leipzig gewinnen den erstmals ausgetragenen Elbmarsch Handball-Cup vor dem Buxtehuder SV und der SGH Rosengarten-Buchholz. Kurz Werbung für den Frauenhandball im Allgemeinen und für die Nordklubs sowie Gastgeber HSG Elbmarsch im Speziellen.

Rund 400 Zuschauer erlebten den 1. Elbmarsch Handball-Cup, der von Sparkasse Harburg-Buxtehude und den "wir leben"-Apotheken zusammen mit der HSG Elbmarsch in der Stover Sporthalle ausgerichtet wurde. Mit dem deutschen Vizemeister aus Leipzig, dem drittplatzierten der 1. Bundesliga Buxtehuder SV und den Zweitliga Handballerinnen der SGH Rosengarten-Buchholz war ein Feld am Start, dass es wohl selten gibt.
Den Auftakt machte das Nordderby zwischen dem Buxtehuder SV und der SGH Rosengarten-Buchholz. „Das Turnier kommt eigentlich zu früh für uns“, sagte Rosengartens Trainer Patrice Giron. Dementsprechend hatten seine Mädchen auch ein wenig Bedenken unter die Räder zu kommen. Aber der Außenseiter verkaufte sich mehr als passabel (gespielt wurden 2 mal 20 Minuten). Lagen die Luchse zur Pause noch mit 13:5 Toren zurück, glich das Team bis zur 26. Minute durch engagiertes, mutiges Spiel auf 14:14 aus. BSV-Trainer Dirk Leun war mehr als unzufrieden und rüttelte seine Mannschaft auf. Diese reagierte und gewann angetrieben durch Mittelspielerin Randy Bülau am Ende 26:16. Gleichzeitig nutzte SGH-Trainer Patrice Giron die Gelegenheit, neue Spielzüge einzustudieren und mit der Aufstellung zu experimentieren.
Im Spiel gegen die Flames aus Leipzig musste der BSV bereits mit einem Spiel mehr in den Beinen antreten. BSV-Trainer Dirk Leun erkannte die Überlegenheit des Vizemeisters, ohne Umschweife an, schließlich sieht er die Sächsinnen auch in diesem Jahr wieder unter den Top Zwei der Bundesliga. „Gerade unsere jungen Spielerinnen zahlen gegen die Top-Teams immer wieder Lehrgeld“, sagt Leun, dessen Team gerade mitten im Umbruch steht. So gab es am Ende eine 17:23-Niederlage. Dabei startete Leipzig furios mit einer überragenden Susann Müller, aber Buxtehude mit der schier unüberwindbaren Torfrau Julia Gronemann, kämpfte sich zurück, um am Ende doch deutlich zu verlieren.
Hier ging es über die vollen 60 Minuten.
Im letzten Spiel kochte die Spannung noch einmal hoch, schienen die Luchse aus Rosengarten doch während der jetzt wieder verkürzten Spielzeit einer Überraschung nahe. Anscheinend nahm Leipzig den Zweitligisten ein wenig auf die leichte Schulter, aber die SGH-Abwehr stand klasse und die Außenseiterinnen fighteten und führten teilweise mit fünf Toren Vorsprung. Ein toller Schlussspurt des HC rettete schließlich noch den 18:17-Sieg und damit auch den Turniersieg.
Für die Teams gab es am Ende Geldgewinne für die Mannschaftskasse. Beste Torschützin des Turniers wurde Friederike Gubernatis vom Buxtehuder SV mit elf Treffern, vor Sabien Heusdens (9 Tore/SGH Rosengarten-Buchholz). Zur besten Torhüterin wurde von den Trainern Julia Gronemann (BSV) gewählt. Als beste Spielerin sahen die Coaches die Leipzigerin Susann Müller, die aus Sicht von BSV-Trainer Dirk Leun "die beste Linkshänderin in Deutschland" ist. Als Preise gab es Gutscheine des Salüs aus Lüneburg und Sport Kirsch.
Aber auch die Zuschauer gingen nicht leer aus: In der Halbzeitpause des Spiels zwischen Buxtehude und Leipzig wurden unter anderem Eintrittskarten und Dauerkarten der Nordvereine verlost. Auch ein Bundesliga-Trikot des THW Kiel wechselte den Besitzer.
Die Sparkasse Harburg-Buxtehude, deren Direktor des Vermögensmanagements Jörn Stolle durch die Veranstaltung führte und Dirk Düvel, Betreiber der „wir leben“-Apotheken haben erstklassigen Frauenhandball nach Stove geholt. Laut Düvel und Stolle wurde nur der Rahmen für den rundherum gelungenen Sonntag bereitet. Der dann von der HSG Elbmarsch als Gastgeber, an der Spitze mit dem 1. Vorsitzenden Jochen Brück, hervorragend organisiert war.
Einer Neuauflage im nächsten Jahr scheint nichts im Wege zu stehen.