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HSV ist nicht reif für Europa und weinende Fans vor der Halle

Der FC Roddau richtet den 31. Sparkassen-Cup der Stadt Winsen am 9. Januar 2016 aus (von links): Janek Kröger (Roddau), Michael Oenning (Glücksfee), Sebastian Burow (Roddau), Jörn Stolle (Sparkasse), Oliver Friedrichs (Roddau) und André Wiese (Bürgermeister). (Foto Sparkasse)
 
Gastgeber und Titelverteidiger in einer Person ist Eintracht Elbmarsch beim 10. Sparkassen-Cup in Tespe am 16. Januar 2016 (von links): Philipp Meyn, Rico Grimm (beide Eintracht Elbmarsch), Glücksfee Michael Oenning, Regionaldirektor Jörn Stolle (Sparkasse Harburg-Buxtehude) und Matthias Gloge (Leiter Sparkassen-Filiale in Marschacht). (Foto Sparkasse)
 
Bürgermeister André Wiese (links) mit Ex-HSV-Trainer Michael Oenning. (Foto Sparkasse)
Ex-HSV-Trainer Michael Oenning loste bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude die Gruppen für die Hallen-Fußballturniere um die SparkassenCups in Winsen und Tespe am 9. und 16. Januar 2016 aus.

Der Beginn des neuen Jahres lässt zwar noch einige Wochen auf sich warten. Schon jetzt ist aber abzusehen, dass es für viele Sportfans in Winsen und Umgebung einen ungewohnten Start hinlegen wird. „Ich möchte nicht wissen, wie viele Fußballfans am 2. Januar vor der verschlossenen Winarena stehen und weinend nach Hause gehen müssen“, sagt Winsens Bürgermeister André Wiese.
Der Grund liegt auf der Hand. Nicht etwa am ersten Sonnabend im Januar, das wäre der 2. Januar, sondern erst eine Woche später am Sonnabend, 9. Januar, findet 2016 das Hallen-Fußballturnier um den SparkassenCup der Stadt Winsen statt. „Ich finde es richtig, uns allen nach den Silvesterfeiern etwas Zeit zum Durchatmen zu geben“, so Wiese weiter.
Demgegenüber als konstante Größe darf man getrost die Sparkasse Harburg-Buxtehude bezeichnen. Der Finanzdienstleister fungiert nicht nur unverändert als Hauptsponsor für den SparkassenCup in Winsen und auch eine Woche später für den SparkassenCup in Tespe, nein, Regionaldirektor Jörn Stolle und sein Team luden wieder alle Vereinsvertreter zur Gruppenauslosung in großer Runde in die Filiale Winsen ein und präsentierten in diesem Rahmen wieder einen prominenten Gast.

Sky holt Oenning 1999 als deeskalierendes Element neben Marcel Reif

In den Jahren 2010 und 2011 hatte Michael Oenning zunächst als Co-Trainer unter Armin Veh und dann als verantwortlicher Cheftrainer den Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga geführt. Im Gespräch mit Jörn Stolle präsentierte sich der 50-Jährige aufgeräumt, entspannt und – vielleicht auch aufgrund einer gewissen Distanz – mit feinem Sinn für die scharfe Analyse. Einen Trainerjob im Profibereich hat der in Hamburg lebende Oenning seitdem nicht angetreten. Er ist unter anderem Analyst beim Bezahlsender Sky, bei dem er 1999 als „deeskalierendes Element neben Marcel Reif“ angefangen hatte, und widmet sich diversen Fußballprojekten.
Auch wenn Oenning von „einer krummen Zeit“ spricht, blickt er ohne Groll auf seine beiden HSV-Jahre zurück. Ohne Sportdirektor und mit der Idee, Otto Rehhagel als Trainer zu verpflichten, seien 2010 und 2011 viele strategisch falsche Entscheidungen getroffen worden. „Mit den Schwierigkeiten hat der HSV zum Teil bis heute zu kämpfen“, sagt der Ex-Trainer. Jetzt komme langsam Konstanz rein, meint Oenning, der allzu optimistische Erwartungen dämpft: „Der Weg zurück in die Spitze ist noch weit. Und der HSV ist noch lange nicht reif für Europa.“
Zum Fußball gekommen ist das „westfälische Landei aus Coesfeld“, wie er sich bezeichnet, indem er aus der Not eine Tugend machte. Weil die Aussichten auf ein Job als Deutsch- und Sportlehrer lausig waren, erwarb Michael Oenning alle Trainerlizenzen, war mit 30 Jahren schon Fußballlehrer, und nennt auch die Trainerscheine für Tennis, Squash, Surfen und Ski sein eigen. Als Verbandssportlehrer in Württemberg und beim DFB-Nachwuchs schaffte er den Sprung in den Profibereich, wo er ein gefragter Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg, 1. FC Nürnberg und dem HSV war. Bei den beiden letztgenannten Vereine agierte der Mann, der Horst Hrubesch als väterlichen Freund beschreibt, schließlich auch als Chefcoach.
„Ich rate dem HSV, den Verein über den Nachwuchs wieder nach vorne zu bringen“, sagt Michael Oenning, der Zeit seines Trainerlebens mit nachrückenden Talenten gearbeitet hat. Die Nationalmannschaft sieht er für die kommenden Jahre als Top-Team, „weil wir viele junge Spieler haben“. Bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich erwartet Oenning die deutsche Mannschaft mindestens im Halbfinale. Daneben schätzt er auch Belgien, Frankreich und Italien hoch ein. England werde dagegen wie immer an sich selbst scheitern, meint der Familievater. „Im Moment ist kein klares Spielsystem zu erkennen“, äußerte er auch Kritik an der DFB-Auswahl und forderte: „Wir brauchen einen Plan B und endlich echte Außenverteidiger.“

SparkassenCup am 9. Januar in Winsen wird vom jungen FC Roddau ausgerichtet

Am Sonnabend, 9. Januar 2016, wird das Fußball-Hallenturnier um den SparkassenCup der Stadt Winsen, besser bekannt als Stadtpokal, zum 31. Mal ausgetragen. Von 11 Uhr an kämpfen zehn Mannschaften aus der Stadt Winsen und angrenzenden Vereinen um den großen Wanderpokal, den Bürgermeister André Wiese kurz vor 18 Uhr überreichen wird. Die Winarena ist spätestens ab der K.o.-Runde immer bis auf den letzten Platz gefüllt. In den vergangenen sieben Jahren gab es sechs verschiedene Sieger. Darunter mit Scharmbeck, Ashausen, Luhdorf und Elbmarsch vier Vereine, die erstmals den Stadtpokal gewinnen konnten. Titelverteidiger ist die SG Scharmbeck-Pattensen.
Als Ausrichter fungiert zum ersten Mal der FC Roddau, der vor zwei Jahren aus der Fusion der Fußballabteilungen des MTV Rottorf und TSV Radbruch entstanden ist. „Nach unserer langen Tradition einer fast zweijährigen Vereinsgeschichte sehen wir uns gefestigt, etwas so Großes auszurichten“, hatte der FC-Vorsitzende Oliver Friedrichs die Lacher bei der Auslosung auf seiner Seite. Und er legte nach: „Unsere Herrenmannschaft trainiert derzeit täglich. Wir sind guter Dinge, das Turnier nicht nur organisatorisch, sondern auch sportlich dominieren zu können.“ Dazu muss man wissen, dass der FC Roddau in der 2. Kreisklasse spielt und neben dem MTV Laßrönne der längste Außenseiter ist.

Gastgeber Eintracht Elbmarsch startet als Pokalverteidiger am 16. Januar in Tespe

Ein Jubiläum steht dem SparkassenCup von Eintracht Elbmarsch bevor. Das Hallenturnier wird am Sonnabend, 16. Januar 2016, zum zehnten Mal in der Sporthalle in Tespe ausgetragen. Wie in Winsen wird auch an der Elbe mit Rundum-Bande gekickt. Die Spiele beginnen um 13 Uhr und enden gegen 19 Uhr mit der Siegerehrung. Neben der Siegprämie von 500 Euro für das siegreiche Team werden der beste Spieler, der beste Torschütze und der beste Torwart mit Sachpreisen bedacht.
Für die Zuschauer gibt es auch abseits des Spielfeldes jede Menge Abwechslung. Als wichtiger Partner des SparkassenCups in Tespe engagieren sich von Anfang an auch die Wir-Leben-Apotheken.
Für die Ausgeglichenheit des Sparkassen¬Cups in Tespe spricht, dass es in den letzten sechs Jahren sechs verschiedene Sieger gab. Im Vorjahr war der Jubel besonders laut, als Eintracht Elbmarsch endlich zum ersten Mal das eigene Hallenturnier gewann. Im Finale gab es einen berauschenden 5:1-Sieg gegen den MTV Borstel-Sangenstedt. Für den SparkassenCup 2016 loste Glücksee Michael Oenning die beiden Endspielgegner in einer Vorrundengruppe zusammen.



31. SparkassenCup der Stadt Winsen am Sonnabend, 9. Januar 2016, ab 11 Uhr:
Gruppe A: TSV Auetal, MTV Luhdorf-Roydorf, FC Roddau, MTV Laßrönne, MTV Ashausen-Gehrden; Gruppe B: TSV Winsen, SG Scharmbeck-Patt., MTV Borstel-Sangenstedt, Eintracht Elbmarsch, SG Elbdeich

10. SparkassenCup in Tespe am Sonnabend, 16. Januar 2016, ab 13 Uhr:Gruppe A: Eintracht Elbmarsch II, TSV Winsen, SG Scharmbeck-Pattensen, VfL Maschen; Gruppe B: MTV Luhdorf-Roydorf, Eintracht Elbmarsch I, VfL Jesteburg, MTV Borstel-Sangen.; Gruppe C: SV Scharnebeck, TuS Neetze, MTV Ashausen-Gehrden, TuS Brietlingen