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VfL Oldenburg gewinnt prominenten Elbmarsch-Handball-Cup

Kreisläuferin Ulrika Agren (Buxtehuder SV), auf der Tribüne von ihrem Freund Henrik Toft Hansen beobachtet, trifft im Endspiel gegen den VfL Oldenburg.
 
Buxtehudes Rückraumspielerin Friederike Gubernatis wird im Endspiel unsanft von Oldenburgs Thalke Deters (Nr. 4) gebremst. Beobachtet werden sie von Emily Bölk (20/BSV), Cara Hartstock (23/Oldenburg) und Ulrika Agren (5/BSV).

Handball-Bundesligafrauen ringen vor fast 400 Fans in Stove den Buxtehuder SV mit 36:35 im Endspiel nieder. Die Sparkasse Harburg-Buxtehude und wir-leben-Apotheken sorgen für attraktive Preise.

Der Gewinner des Elbmarsch-Handball-Cups 2014 heißt VfL Oldenburg. Im Endspiel des hochkarätig besetzten Vorbereitungsturniers auf die neue Saison in der Frauen-Bundesliga gewann die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki mit 36:35 (Halbzeit 20:20) gegen den Ligarivalen Buxtehuder SV. Die später auch als beste VfL-Spielerin ausgezeichnete Angie Geschke verwandelte 40 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Siebenmeter zum Turniersieg. „Oldenburg hat knapp, aber verdient gewonnen“, sagte Buxtehudes Trainer Dirk Leun, „wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele Chancen liegen lassen.“
In den Halbfinalspielen hatte sich Oldenburg mit 18:15 gegen den Zweitligisten SGH BW Rosengarten-Buchholz und Buxtehude mit 20:15 gegen den Erstligaaufsteiger SVG Celle durchgesetzt. Das Spiel um Platz drei gewann etwas überraschend der Lokalmatador aus Rosengarten mit 36:28 gegen Celle.
„Schönes Turnier, freundschaftliche Atmosphäre, viele Zuschauer, gut organisiert“. So beschrieb in kurzen Worten Trainer Steffen Birkner von der SGH Rosengarten den von der Sparkasse Harburg-Buxtehude und den wir-leben-Apotheken präsentierten Elbmarsch-Handball-Cup. 50 freiwillige Helfer der HSG Elbmarsch sorgten im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf. Die knapp 400 Fans in der gut besetzten Elbmarschhalle in Stove durften sich am besten Teilnehmerfeld in der Turniergeschichte erfreuen. Gleich drei Erstligavereine auf einmal – und das nur eine Woche vor dem Saisonstart – hatten sie in Stove noch nicht zu sehen bekommen.
Dazu tummelte sich reichlich Prominenz auf und neben dem Spielfeld. Unter anderem griffen die Nationalspielerinnen Isabell Klein (Buxtehude) und Angie Geschke (Oldenburg) zum Ball. Auf der Tribüne verfolgten der dänische HSV-Handballprofi Henrik Toft Hansen seine Freundin Ulrika Agren und Andrea Bölk, Weltmeisterin von 1993, ihre Tochter Emily Bölk, die in Stove erstmals im Frauenteam des Buxtehuder SV zum Einsatz kam. Die 16-Jährige gewann 2014 mit Hamburg den DHB-Länderpokal, ist deutsche B-Jugend-Meisterin mit dem BSV, Dritte in der A-Jugend, wurde vor wenigen Wochen Vizeweltmeisterin mit der U18-Nationalmannschaft und zudem als wertvollste Spielerin (MVP) der WM in Mazedonien ausgezeichnet. Mitorganisator und Sponsor Dirk Düvel war es ein Anliegen, die überragenden Erfolge des Talents bei der Siegerehrung zu würdigen. Er überreichte Emily ein handsigniertes Trikot von Domagoj Duvnjak (bis Sommer beim HSV, jetzt THW Kiel), einem von Emilys Lieblingsspielern.
Auch wenn der neuformierte Zweitligist SGH BW Rosengarten-Buchholz, der ebenso wie das Erstligateam aus Buxtehude seit Jahren maßgeblich von der Sparkasse Harburg-Buxtehude unterstützt wird, von der Papierform am geringsten einzuschätzen war, so beeindruckte die Mannschaft doch durch enormen Tempohandball. „Wir haben gesehen, dass die Spielerinnen 100 Minuten laufen können“, sagte Trainer Birkner nach dem Halbfinale über 2 x 20 Minuten und den Platzierungsspielen über 2 x 30 Minuten. „Einige Dinge haben schon ganz gut geklappt, arbeiten müssen wir noch an der Durchschlagskraft aus dem Rückraum“, fügte der Coach hinzu. Den Sieg gegen Celle wollte Birkner nicht überbewerten, zumal der Gegner auf einige wichtige Spielerinnen verzichten musste und nach dem Halbfinale kaum Pause gehabt hatte. Die in der letzten Saison noch für Rosengarten aktive Torhüterin Turid Arndt (jetzt Celle) war in der Halle, stand aber nicht im Tor. „Ich habe eine Verletzung am rechten Handgelenk und will mich für nächste Woche schonen“, sagte sie.
Die Organisatoren setzten nach Abstimmung mit dem Verband zwei junge Schiedsrichter-Gespanne aus dem Landkreis Harburg ein. „Für uns ist das schon ein kleines Highlight, Erstligamannschaften pfeifen zu dürfen“, sagten Mirco Holste und Michael Stender vom MTV Tostedt. Und auch für Mona Dekarz und Friederieke Garbers vom MTV Eyendorf war der Elbmarsch-Handball-Cup noch einmal ein echter Test. Die 23 und 24 Jahre alten Damen sind frisch in die 3. Liga aufgestiegen.
Bei der Siegerehrung verteilten Jörn Stolle und Dirk Düvel fleißig Sach- und Geldpreise. Als jeweils beste Spielerin ihrer Mannschaft wurden Evelyn Schulz (Celle), Nina Schilk (Rosengarten), Jessica Oldenburg (Buxtehude) und Angie Geschke (Oldenburg) ausgezeichnet. Julia Gronemann (Buxtehude) erhielt den Preis für die beste Torhüterin und die beste Torschützin hieß Caroline Müller (Oldenburg/14 Tore).

Ergebnisse vom Elbmarsch-Handball-Cup:

Halbfinale:
VfL Oldenburg – SGH Rosengarten 18:15
Buxtehuder SV – SVG Celle 20:15
Spiel um Platz drei:
SGH Rosengarten – SVG Celle 36:28
Endspiel:
VfL Oldenburg – Buxtehuder SV 36:35