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350 Anträge für Ringelschwanz- und Schnabelprämie

(bc). Legehennen- und Schweinehalter in Niedersachsen setzen ein bemerkenswertes Signal für mehr Tierschutz im Stall. Das teilt das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit. Nach aktuellem Stand seien insgesamt 350 Anträge von konventionellen und ökologischen Betrieben eingegangen, die künftig auf das Abschneiden von Schweineschwänzen oder Legehennenschnäbeln verzichten wollen.

„Das Interesse an den erstmals vom Land ausgelobten Tierwohlprämien freut mich riesig“, sagte Agrarminister Christian Meyer. „Wir sind auf einem guten Weg.“
Hinter den 350 Anträgen verberge sich eine beachtliche Tierzahl. „Rund 600.000 Legehennen und weit mehr als 115.000 Mastschweine werden vom Tierschutz-Engagement ihrer Halter profitieren“, so der Minister.

Die gute Botschaft sei: „Das eingeplante Fördergeld reicht, um alle Anträge, die die Voraussetzungen erfüllen, wahrscheinlich zu bewilligen.“ Für Schweine mit intaktem Ringelschwanz und besseren Haltungsbedingungen wird eine Prämie von 16,50 Euro gezahlt. Halter von Legehennen mit unversehrtem Schnabel und mehr Platz werden mit 1,70 Euro pro Tier honoriert.

Die Maßnahme läuft vorerst für ein Jahr. Für 2016 soll die Maßnahme mit langsam steigendem Gesamtetat erneut angeboten werden. Die Förderungen können zusätzlich zur privatwirtschaftlichen „Initiative Tierwohl“ des Handels erfolgen (das WOCHENBLATT berichtete).