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Gutes Karriere-Sprungbrett

Insbesondere für Akademiker sind Betriebspraktika wichtig / Tipps für die richtige Auswahl


(sb/ots). Durchschnittlich durchläuft jeder Akademiker in Deutschland im Laufe seines Studiums 3,2 Praktika. Solche „Studentenjobs“ sind für den späteren Einstieg ins Arbeitsleben von großer Bedeutung. Sie geben nicht nur Orientierung über die eigenen Fähigkeiten, sondern dienen gleichzeitig dazu, wichtige Kontakte in die Branche zu knüpfen. Der Kölner Finanzplaner Horbach gibt Tipps für den erfolgreichen Weg zum Praktikum.
• Zeitpunkt: Ein Praktikum zu Beginn des Studiums kann Aufschluss über vielleicht noch ungeahnte Fähigkeiten und Neigungen geben. Zur Mitte des Studiums sollten die Praktika spezieller auf die jeweiligen Berufswünsche und Fähigkeiten zugeschnitten sein. Zum Ende hin sollten Studierende von Praktika absehen, da diese oftmals mit den Prüfungsvorbereitungen kollidieren.
• Dauer: Zwei Monate gelten als Minimum, wenn man auch qualifizierte Aufgaben übernehmen und erste richtige Berufserfahrung sammeln möchte. Grundsätzlich gilt: Je länger das Praktikum, desto interessanter die Aufgaben und desto größer letztlich die Möglichkeit, spezielle Erfahrungen zu sammeln.
• Erfahrung im Ausland: Auslandssemester sind nicht nur eine einzigartige, persönliche Erfahrung, sondern werden auch bei potenziellen Arbeitgebern gern gesehen. Denn Auslandsaufenthalte signalisieren Mobilitätsbereitschaft und Mut und liefern dem Studierenden interkulturelle und sprachliche Erfahrungen, die bei Arbeitgebern hoch im Kurs stehen.
Näher informieren können sich Studierende beim DAAD, dem Deutschen Akademischen Austauschdienst, der weltweit größten Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern.
• Talente binden - studentische Förderprogramme: Unternehmen mit Firmenförderprogrammen für Studenten binden vielversprechende Nachwuchsakademiker schon während des Studiums an sich, um sie nach ihrem Abschluss mit einem lukrativen Jobangebot als festen Mitarbeiter zu gewinnen. Die Auswahlkriterien sind hoch, eine Aufnahme aber mehr als lohnenswert. Mitglieder erfahren zum Beispiel vorab von neuen Stellenausschreibungen und bekommen individuelle Persönlichkeitstrainings und Fachseminare.

Steuern und Sozialrecht

Bei Pflichtpraktika, die im Rahmen der Studienordnung vorgeschrieben sind, brauchen Studierende keine Sozialabgaben leisten. Bei einem freiwilligen Praktikum gelten dieselben Abgabenregeln wie für alle anderen Arbeitnehmer. Studierende zahlen also Renten-, Krankenkassen-, Pflegeversicherungs- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge. Wird eine Beschäftigung jedoch nur in den Semesterferien ausgeübt und jährlich höchstens zwei Monate bzw. maximal 20 Wochenstunden gearbeitet, entfallen die Versicherungsbeiträge.
Allerdings muss der Studierende Steuern zahlen. Bei einem Monatsgehalt unter 450 Euro muss lediglich der Arbeitgeber Abgaben entrichten, der Studierende jedoch nicht. Auf das Jahr gerechnet, dürfen Studenten 8.130 Euro steuerfrei verdienen.