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Hebammen kämpfen weiter um ihre Exitenz

at. Landkreis. Die Hebammen im Landkreis Stade kämpfen weiter um ihre Existenz. Wie das WOCHENBLATT berichtete, sind die Haftpflichtbeiträge für freiberufliche Hebammen in den vergangenen Jahren so hoch gestiegen, dass der Beruf immer unwirtschaftlicher geworden ist. Zahlte eine Hebamme im Jahr 1981 noch jährlich 31 Euro an die Haftpflichtversicherung, sind es heute 5.000 Euro.
Politik und Gesetzgeber haben einen Sicherstellungszuschlag beschlossen, der die Hebammen finanziell entlasten und die Kosten der Haftpflichtversicherung übernehmen würde. Zurzeit laufen Verhandlungen zwischen Hebammenverbänden und Krankenkassen, in welcher Höhe und mit welchem Verfahren das umgesetzt werden soll. "Wir können nur alle Kolleginnen ermutigen durchzuhalten", sagte Uschi Fietz, Vorsitzende des niedersächsischen Hebammenverbands.
Besonders freiberufliche Hebammen, die mit Krankenhäusern zusammenarbeiten, kämpfen: Sie müssen 17,9 Geburten betreuen, um ihre Kosten zu erwirtschaften. Zum Vergleich: Ihre Kolleginnen, die im Geburtshaus arbeiten oder Hausgeburten begleiten, dagegen nur 6,1 Geburten. Hebammen hätten mit dem Sicherungszuschlag - auch wenn die betriebswirtschaftlich notwendige Geburtenzahl nicht erreicht wurde - die Möglichkeit, wirtschaftlich zu arbeiten.
Hebammen in der Schwangeren- und Wochenbettbetreuung sind immer seltener zu finden. Viele Frauen werden mit der Betreuung des Kindes im Stich gelassen. Besonders Hebammen, die in Teilzeit arbeiten, geben ihren Beruf auf.