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Importstopp: düstere Prognosen

(bc). Die Ernte der Herbstäpfel steht an, die Stimmung in der Obstbaubranche könnte jedoch besser sein - trotz oder gerade wegen der prognostizierten Rekordernte (334.000 Tonnen). Der Importstopp Russlands für etliche Lebensmittel aus der EU beschäftigt auch die Altländer Apfelbauern. Der Deutsche Fruchthandelsverband befürchtet verheerende Auswirkungen für die Branche: Russland bemühe sich derzeit offensiv um neue Lieferanten in China, Lateinamerika, Südafrika und der Türkei. „Wenn diese neuen Lieferkanäle einmal geöffnet und etabliert sind, bleibt für die EU-Ware die Türe geschlossen“, heißt es in einer Information an die Verbandsmitglieder. Selbst nach einer Aufhebung des Importstopps sei kaum zu erwarten, dass die alten Lieferbeziehungen wieder aufleben.
Zudem werden die deutschen Importeure laut Fruchthandelsverband in den bisherigen Lieferländern in Übersee erhebliche Probleme bekommen. Dort werde Russland als starker Konkurrent auftreten. In Russland frage kein Abnehmer nach Anbau-Zertifikaten und Laboranalysen.