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Starke Konjunktur im Elbe-Weser-Raum / Wirtschaft zeichnet positive Prognose

Gute Zeiten: Die Nachfrage nach Handwerksarbeiten in der Region ist groß (Foto: Handwerkskammer/amh-online.de)
(am). Für die Unternehmen im Elbe-Weser-Dreieck war 2015 ein gutes Jahr. Und auch die Prognosen für die kommenden zwölf Monate fallen positiv aus. Grund dafür seien vor allem die günstigen Kredite, der geringe Ölpreis und die hohen Beschäftigungszahlen, darin sind sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade und die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade einig. Diese Faktoren seien ein Motor für die Baubranche und förderten den Konsum.
Positiv zu bewerten sei auch der Ausbau der Infrastruktur durch die öffentliche Hand. Dieser sei für den hiesigen ländlichen Raum überlebensnotwendig und als Chance zu bewerten, so die Hauptgeschäftsführerin der IHK, Maike Bielfeldt. "Für uns stehen die A 20 und A 26 ganz oben auf der Liste.".
Als Wermutstropfen sieht Bielfeldt hingegen die Auswirkungen der schwächelnden Weltkonjunktur. Der exportorientierten Industrie fehlten Aufträge. Die starke Binnennachfrage könne die geringe ausländische Nachfrage nicht komplett kompensieren.
Die Handwerkskammer betrachtet die Konjunkturentwicklung vor allem in Europa mit etwas mehr Zuversicht: "Die allmähliche wirtschaftliche Erholung im Euro-Raum wirkt sich positiv auf die Exportwirtschaft aus", sagt Kammerhauptgeschäftsführer Eckhard Sudmeyer. Er sieht auch in der energetischen Gebäudesanierung Potenzial für den Wirtschaftswachstum. Durch den jüngsten Klimagipfel sei das Thema in den Fokus gerückt. Zudem führe die Unterbringung von Flüchtlingen zur erhöhten Nachfrage in der Baubranche.
Eine große Hürde für alle Unternehmen würde allerdings die wachsende Bürokratie darstellen, so die Kammervertreter. Neben der erhöhten Dokumentationspflicht durch den Mindestlohn komme nun auch eine nicht zeitgemäße Gesetzesänderung zu Zeitarbeit und Werksverträgen auf die Arbeitgeber zu.