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Unternehmen im Elbe-Weser-Raum finden weniger Auszubildende

(am). Zum ersten Mal ist der Mangel an Auszubildenden auch im Elbe-Weser-Raum spürbar. Die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade informierten kürzlich über die Ausbildungssituation im Elbe-Weser-Raum. Demnach sind 2015 rund 2.200 weniger Ausbildungsverträge unterzeichnet worden. Das ist ein Minus von 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wie in den Jahren zuvor mussten die Bereiche Bau, Verkehr und Transport sowie die Gastronomie Verluste hinnehmen. Neu ist, dass auch der Handel mit einem Rückgang der unterzeichneten Verträge zu kämpfen hat. "Aber, es gibt auch Positives zu berichten", sagt Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK, "in der Metalltechnik konnten die Zahlen der Vertragsabschlüsse gesteigert werden".
Eine Studie, die die IHK vorstellte, beschäftigte sich unter anderem mit den Schwerpunkten, die junge Menschen bei der Auswahl eines Ausbildungsplatzes wählen. "Erstaunlicherweise steht das Gehalt nicht an erster Stelle", sagt Bielfeldt, "den Jugendlichen ist es wichtig, Wertschätzung zu erfahren". Außerdem richtet sich die Auswahl der Ausbildung bei den jungen Menschen nach Kriterien, wie Spaß an der Arbeit, Zufriedenheit und Zukunftschancen.
Um dem Mangel entgegenzuwirken müssten Unternehmen jetzt aktiver werden, so Bielfeldt. "Sie müssen auf die jungen Menschen zugehen und Wege finden, diese an sich zu binden." Dafür sollten auch Gymnasiasten über die Möglichkeiten einer Ausbildung verstärkt informiert werden.