Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Was müssen Arbeitgeber vor der Beschäftigung eines Flüchtlings beachten?

(as). „Es ist in unserem besonderen Interesse, Flüchtlinge frühestmöglich in Lohn und Brot zu bringen. Wenn wir es schaffen, die zu uns kommenden Menschen schnellstmöglich auszubilden und in Arbeit zu bringen, dann haben wir viel für sie persönlich und für uns als Gesellschaft erreicht“, warb Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies jüngst für eine stärkere Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt.
Viele Arbeitgeber schrecken noch vor der Herausforderung zurück. Neben der Sprachbarriere und der Anerkennung von Ausbildungsleistungen der Flüchtlinge sorgt auch die Unsicherheit darüber, wer überhaupt arbeiten darf, für eine zögerliche Integration in den Arbeitsmarkt.
Der Aufenthaltsstatus der Flüchtlinge ist dabei entscheidend. Anerkannte Flüchtlinge mit einer Aufenthaltserlaubnis dürfen sofort jede Beschäftigung annehmen. Für sie gelten die gleichen Vorgaben wie für andere Arbeitnehmer auch. Flüchtlinge, die geduldet sind, dürfen erst nach drei Monaten in Deutschland arbeiten und benötigen eine Arbeitserlaubnis vom Arbeitsamt. Auch Asylsuchenden, deren Anerkennungsverfahren noch läuft, kann nach drei Monaten eine Arbeitserlaubnis erteilt werden.
Ob ein Flüchtling eine Stelle antreten darf, hängt auch von der Vorrangprüfung ab. Dabei wird geprüft, ob die Stelle nicht mit einem Deutschen oder EU-Ausländer besetzt werden kann. Für Asylsuchende und Geduldete, die bereits länger als 15 Monate in Deutschland sind, sowie Akademiker und Fachkräfte in Engpassberufen entfällt die Vorrangprüfung. Das betrifft u.a. die Bereiche Klempnerei, Krankenpflege, Altenpflege sowie Elektrotechnik und Bäckerei.
Arbeitgeber können finanzielle Unterstützung im Rahmen der Einstiegsqualifizierung zur Ausbildungsvorbereitung sowie Zuschüsse zum Arbeitsentgelt erhalten.
• Niedersächsische Unternehmen erhalten bei der „Zentralen Beratungsstelle Arbeitsmarkt und Flüchtlinge“ umfassende Informationen über Beschäftigungsmöglichkeiten von Asylsuchenden und Flüchtlingen sowie Förderungsmöglichkeiten. Informationen gibt es auf www.zbs-auf.info, Beratung unter Tel. 0160-3640364 oder per E-Mail an hotline-auf@caritas-os.de.