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++Update: Fahrlässige Brandstiftung vermutlich als Ursache: Feuer im historischen Wohn- und Geschäftshaus im Salzhäuser Ortskern / rund 80.000 Euro Sachschaden

An der Hauptstraße in Salzhausen: Feuerwehrwagen stehen an dem brennenden Wohn- und Geschäftshaus (Foto: Mathias Wille)
ce. Salzhausen. Fahrlässige Brandstiftung ist vermutlich die Ursache für ein Großfeuer, bei dem am Dienstagvormittag ein zweigeschossiges, etwa 250 Jahre altes Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstraße in Salzhausens Ortskern schwer beschädigt wurde. Nach Zeugenaussagen war beim Abbrennen von Efeuranken das Feuer in den Dachüberstand gelaufen und hatte sich dort zunächst unbemerkt ausgebreitet. Als es zur Rauchentwicklung kam, wurde umgehend die Freiwillige Feuerwehr Salzhausen alarmiert.
Sofort ging ein Trupp unter Atemschutz in das Gebäude, drang und auf das Dach vor und versuchte, mittels einer Wärmebildkamera den Brandherd zu finden. Als die Rauchentwicklung immer stärker wurde, Salzhausens Ortsbrandmeister Stephan Boenert als Einsatzleiter die Nachalarmierung der Feuerwehr Garstedt und der Drehleiter aus Winsen. Im Bereich des Hauptgebäudes kam es auf dem Dachboden zu einer massiven Brandausbreitung. Mit Hilfe der Drehleiter wurde die Dacheindeckung aufgenommen und das nun offen sichtbare Feuer bekämpft. Um ausreichend Atemschutzträger vor Ort zu haben, wurden die Wehren aus Eyendorf, Garlstorf, Gödenstorf/Oelstorf, Putensen und Wulfsen nachalarmiert. Zudem kam die Feuerwehr Hörsten mit einem Wechselladerfahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Hittfeld, um verbrauchte Atemluftflaschen auszutauschen.
Während das Feuer auf dem Dachboden des Haupthauses schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, breiteten sich die Flammen auf dem unzugänglichen Spitzboden des Anbaus weiter aus. Mit einer Spezialsäge der Feuerwehr Winsen wurde das mit Teerpappe gedeckte Dach großflächig aufgesägt, um an den Brandherd zu gelangen. So gelang es schließlich, das Feuer zu löschen. Die beiden Hausbewohner konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen.Die Ortsdurchgangsstraße war während der Löscharbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt.
Gegen einen Mann (27), der mit einem Gasbrenner trockenen Bewuchs an der Hausmauer beseitigte und wahrscheinlich dadurch versehentlich das Feuer auslöste, wurde ein Verfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Der Sachschaden, der durch das Feuer und Löschwasser entstand, wird auf mindestens 80.000 Euro geschätzt.
Ob das historische Gebäude erhalten werden kann, werden Gutachter klären müssen.