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A7 vorübergehend gesperrt: Verunglückter Sattelzug verliert verdünnte Phosphorsäure / Lkw-Unfall auch auf Umleitungsstrecke

Mit Chemieschutzanzug am Einsatzort: Ein Feuerwehrmann untersucht den verunglückten Sattelzug und dessen Ladung (Foto: Mathias Wille)
ce. Egestorf. Ein Gefahrgutunfall ereignete sich mitten im dichten Reiseverkehr am Freitagabend bei Egestorf auf der A7 in Fahrtrichtung Hannover. Dort platzte an einem mit verdünnter Phosphorsäure beladenen Sattelauflieger aus Litauen ein Reifen. Unglücklicherweise durchschlugen die Reifenteile den Boden des Aufliegers und den darüberstehenden Behälter mit der Säure. Die Flüssigkeit ergoss sich über die Ladefläche und auf die Fahrbahn.
Vor Ort im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Egestorf und Sahrendorf-Schätzendorf, der Einsatzleitwagen aus Hanstedt sowie - aufgrund der erhöhten Alarmstufe - der Fachzug „Spüren und Messen“ der Kreisfeuerwehr aus Jesteburg, der Fachzug „Gefahrgut“ - bestehend aus Fahrzeugen und Personal der Wehren Maschen, Fleestedt, Nenndorf und Emsen - uns das Tanklöschfahrzeug der Garlstorfer Wehr. Die Autobahn wurde in Richtung Süden voll gesperrt.
Nachdem die Einsatzkräfte des Gefahrgutzuges eine Dekontaminationsschleuse aufgebaut hatten, verschaffte sich ein Trupp unter Atemschutz und in Chemieschutzanzügen Zugang zum Laderaum des Fahrzeuges. Mithilfe eines Traktors mit Frontgabel wurden noch intakte Transportbehälter entladen. Bei der Untersuchung des beschädigten Behälters wurde festgestellt, dass sich nur noch geringe Mengen der ursprünglichen 1.000 Liter darin befanden. Nachdem die ausgelaufene Säure aus dem Lkw und auf der Fahrbahn mit einem speziellen Bindemittel abgestreut worden war, übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Harburg muss nun über eventuelle weiterführende Maßnahmen wie das Ausbaggern des Bodens neben der Einsatzstelle entscheiden.
Regierungsbrandmeister Uwe Quante sowie die stellvertretenden Kreisbrandmeister Torsten Lorenzen und Sven Wolkau machten sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten an der Einsatzstelle. Die A7 blieb für mehrere Stunden voll gesperrt, was für starke Verkehrsbehinderungen auch auf den Umleitungsstrecken sorgte.
- Großes Glück hatte der Fahrer eines mit 30 Tonnen Lebensmitteln beladenen Kühlsattelzuges aus Dänemark, als er auf der Umleitungsstrecke der gesperrten A7 auf der L212 zwischen Garlstorf und Egestorf von der Straße abkam: Der Mann fuhr eine fünf Meter tiefe Böschung in den angrenzenden Wald hinab, streifte dabei einen Straßenbaum und kam mit seinem Lkw schließlich in 45-Grad-Schieflage zum Stehen. Neben dem Rettungdienst des Landkreises Harburg wurden die Feuerwehr aus Garlstorf und der Rüstwagen der Salzhäuser Brandschützer alarmiert. Der Fahrer blieb unverletzt, und Betriebsstoffe liefen nicht aus. Die Feuerwehr reinigte die verschmutzte Fahrbahn und übergab die Einsatzstelle an die Polizei.