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Alle Spuren abgearbeitet - Polizei benötigt im Fall Schulze dringend neue Hinweise

Seit über zwei Monaten verschwunden: Miriam (li.) und Sylvia Schulze (Foto: Polizei)
thl. Drage. "Die Soko Schulze hat alle Spuren abgearbeitet, aber keinen weiteren Hinweis auf den Verbleib von Mutter Sylvia (43) und Miriam (12) bekommen. Jetzt müssen wir abwarten, ob sich noch einmal neue Zeugen melden", sagt Lars Nickelsen, Sprecher der Polizeiinspektion Harburg.
Auch zwei Monate und vier Tage nach dem Verschwinden der Familie, ist die ganze Geschichte immer noch ein großes Rätsel. Die Kernfrage dabei: Hat Vater Marco (41) seine Frau und seine Tochter tatsächlich umgebracht, ehe er sich am 23. Juli offenbar selbst das Leben nahm? Die Polizei geht jedenfalls von einer solchen Familientragödie aus, auch wenn die letzten, endgültigen Beweise, nämlich die Leichen von Mutter und Tochter, weiterhin fehlen. Dass beide noch am Leben sind, sei sehr unwahrscheinlich, heißt es aus Ermittlerkreisen.
Viele Fragen bleiben offen. Warum führte nur die Spur von Vater Marco wieder vom Seppenser Mühlenteich weg, wo eine Zeugin die Familie als letztes gesehen haben will? Hat der Wind die Spuren von Mutter und Tochter im wahrsten Wortsinn verweht? Eigentlich kaum zu glauben. Ebenso wenig glaubhaft ist die Vermutung vieler Bürger, dass die Leichen der beiden doch im Teich liegen und die Polizei sie übersehen hat. "Nach so einem langen Zeitraum vom Verschwinden bis heute, hätte man auf dem Wasser schon Spuren gesehen", sagen Experten.
Abschließen will die Polizei den Fall aber nicht. "So lange Mutter und Tochter nicht gefunden sind, ermitteln wir weiter, wenn es neue Ansatzpunkte gibt", so Nickelsen. Und auf diese hofft die Polizei unter Tel. 04181 - 2850.