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Alle waren "sauber"

Sebastian Behr war einer von rund 100 Autofahrern, die kontrolliert wurden. Auch er durfte anstandslos weiterfahren
thl. Winsen. Stell dir vor, die Polizei kontrolliert, aber erwischt niemanden. So geschehen am Montag in Winsen. Sowohl morgens als auch mittags postierten sich mehrere Streifenwagen im Nahbereich der Berufsbildenden Schulen und kontrollierten Verkehrsteilnehmer auf Alkohol- und Drogenkonsum. Das Unglaubliche: Alle rund 100 kontrollierten Fahrzeugführer waren "sauber". Einige mussten zwar mit zum Urintest, doch dort bestätigte sich ein erster Verdacht auf Drogenkonsum nicht. Lediglich einige kleine technische Mängel wie defekte Scheinwerfer oder fehlende Verbandskästen wurden geahndet.
"Aus unserer Sicht ist das Ergebnis sehr positiv", sagt Michael Zidorn. Leiter des Einsatz- und Streifendienstes bei der Polizei in Winsen. "Das zeigt, dass unsere immer wieder durchgeführten Kontrollen wirksam sind." Bei der Aktion habe der präventive Charakter im Vordergrund gestanden.
Denn anders als Alkohol, wirken Drogen auch Tage und sogar teilweise Wochen nach dem Konsum noch nach. Der Konsument kann sich noch so wohl fühlen - Plötzlich kann es zu einem so genannten "Flashback" mit Schwindelgefühlen und eingeschränktem Sichtfeld sowie verzögerter Reaktionszeit kommen. Nicht zuletzt deswegen werden Drogen am Steuer genauso hart bestraft wie Fahrten unter Alkoholeinfluss. Und: Wer Drogen konsumiert riskiert viel eher den Verlust des Führerscheins und einen Besuch bei der Medizinisch-Psychologischen-Untersuchung (MPU - im Volksmund: Idiotentest). Diese besteht der Konsument erst, wenn er nachweisen kann, dass er "clean" ist.
"Wir werden diese Kontrollaktion weiter fortführen - auch an anderen Schulen", sagt Michael Zidorn.