Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Autoknackern auf der Spur

Kripo-Chef Ulrich Grimm
thl. Winsen. Der Autoknacker, der vergangene Woche in der Stettiner Straße gefasst wurde, nachdem er dort zehn Pkw aufgebrochen hatte (das WOCHENBLATT berichtete), ist nach derzeitigem Ermittlungsstand für sieben weitere Taten verantwortlich. Das bestätigt Kripo-Chef Ulrich Grimm auf Nachfrage. Damit ist klar: Die Serie von Pkw-Aufbrüchen, die seit rund einem Jahr vor allem in der Winsener Innenstadt stattfindet, ist weiterhin ungeklärt. "Der Mann hat für die anderen Taten ein perfektes Alibi. Er saß nämlich bis Ende Januar wegen anderer Vergehen quer durch das Strafgesetzbuch in Haft", so Grimm.
Allerdings stehen auch die anderen Autoaufbrüche offenbar kurz vor der Aufklärung. Man habe aufgrund von Hinweisen eine etwa zehnköpfige Gruppierung im Visier, die mit wechselnder Beteiligung für die Taten verantwortlich ist, so der Beamte weiter. Die Verdächtigen würden auch für mehrere Laden- und Taschendiebstähle infrage kommen.
Bis es zur endgültigen Aufklärung kommt, ist aber weiterhin Vorsicht geboten - und ein wachsames Auge. "Wir gehen davon aus, dass die Täter ihre Opfer vor allem auf den Supermarkt-Parkplätzen quasi in Empfang nehmen", sagt Ulrich Grimm. Übersetzt heißt das: Die Täter stehen bereits auf den Parkplätzen und halten Ausschau nach Fahrzeugführern, die vor Ort noch schnell eine Tasche im Kofferraum verschwinden lassen und dann Einkaufen gehen. "Dann schlagen die Täter blitzschnell zu. Das Einschlagen einer Seitenscheibe macht kaum Geräusche, das bekommt kaum jemand mit", weiß Grimm und appelliert nochmals an alle Fahrzeugbesitzer: "Ein Auto ist kein Tresor!"