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Berufungsprozess gegen Komaschläger

Der Angeklagte im ersten Prozess mit seinem Anwalt Andreas Harms (li.)
thl. Lüneburg. Vor dem Lüneburger Landgericht beginnt am Dienstag, 1. August, um 9.15 Uhr die Berufsverhandlung gegen einen 33-jährigen Seevetaler, der im August 2015 im Rahmen des Meckelfelder Dorffestes einen Polizeibeamten ins Koma geprügelt haben soll. Das bestätigt Gerichtssprecher Dr. Nicolas Vollersen dem WOCHENBLATT auf Nachfrage. Es seien zunächst vier Verhandungstage angesetzt worden, so Vollersen weiter.
Der Seevetaler war im März dieses Jahres vom Schöffengericht am Winsener Amtsgericht wegen schwerer Körperverletzung in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. Damit ging das Gericht damals sogar über die Forderungen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage hinaus. Der Angeklagte wurde direkt im Gerichtssaal verhaftet. Nach WOCHENBLATT-Informationen soll er aber inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt worden sein.
In der Verhandlung machte der Handwerker seinerzeit einen Gedächtnisverlust geltend. Er könne sich nicht an die Tat erinnern und sich auch nicht vorstellen, diese begangen zu haben, sagte er damals. Allerdings glaubte ihm das Gericht nicht.
Das Opfer leidet bis heute unter den körperlichen und psychischen Folgen der Attacke und wird wohl nie wieder voll dienstfähig.