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Betrugsverfahren eingestellt

thl. Winsen. Sein Vorstrafenregister zieren 21 Einträge, u.a. wegen Zuhälterei, Betrug, Fahren ohne Führerschein und Körperverletzung. Jetzt musste sich ein 42-Jähriger erneut vor dem Winsener Amtsgericht verantworten. Der Vorwurf: Betrug in drei Fällen.
Im Juli und August 2011 (!) soll der nach eigenen Angaben selbstständige Maler sein Auto zur Reparatur in eine Werkstatt in Seevetal gegeben haben. So soll sein Wagen einen neuen Zylinderkopf, eine neue Windschutzscheibe und neue Winterreifen bekommen haben. Besonders dreist: Statt die Rechnung zu begleichen, soll der Angeklagte - so der Vorwurf - sein Fahrzeug in einem unbeobachteten Moment mittels des im Zündschloss steckenden Schlüssels "abgeholt" haben und anschließend erst einmal untergetaucht sein, um so für den Handwerker, aber auch für andere Gläubiger nicht erreichbar zu sein. Erst vor rund einem Jahr soll der Bodybuilder wieder aufgetaucht sein.
Vor Gericht bestritt der Angeklagte die Taten. Er habe den Werkstattbesitzer, den er vom Sport her kenne, im Fitnessstudio immer wieder Geld zugesteckt, um eine Rechnung zu bezahlen. Die beiden anderen seien alte Rechnungen, die schon längst beglichen seien, so der Angeklagte. Einen Nachweis oder eine Quittung habe er allerdings nicht. "Ich habe es nicht so mit der Aufbewahrung von Papieren", sagte er.
Der Geschädigte widersprach den Angaben des Angeklagten. Er habe bis heute keinen Cent erhalten.
Trotzdem ging das Gericht auf Kuschelkurs und stellte angesichts der Tatsache, dass die Tat schon lange zurückliegt, das Verfahren gegen Zahlung von 1.500 Euro Geldstrafe ein.