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Bettelbanden on Tour

(thl). Am Samstag kam es im Landkreis zu vermehrten Anrufen aufgrund bettelnder Personen, die von Haustür zu Haustür gingen und ihr Leid klagten. Meist sind die Personen Mitglied einer Bande und werden mit Fahrzeugen in Wohngebieten abgesetzt, um ihre "Bettelroute" abzulaufen. Zum Teil halten sie entsprechende Zettel vor auf denen ihre Leidesgeschichte steht.
"Geben sie diesen Leuten bitte keine Almosen oder eine Beschäftigung mit der sie sich etwas dazuverdienen können", warnt Polizeisprecher Lars Nickelsen. "Die Lebensgeschichte ist in der Regel vorgespielt und die getane Arbeit minderwertig oder ihr Geld nicht wert." In unbeobachteten Momenten würden dann auch noch Wertgegenstände aus dem Haus oder Wohnung gestohlen werden, was der Eigentümer erst bemerke, wenn die Täter schon über alle Berge seien. Nickelsen: "Melden sie diese Personen und dazugehörige Fahrzeuge der Polizei, damit diese entsprechende Kontrollen durchführen kann."
Genauso verhält es sich mit reisenden "Dachdeckern", die ihre Fähigkeiten im Bereich der Dachsanierung und -reinigung an der Haustür anpreisen. Der anfänglich günstige Preis klingt verlockend.
Nach getaner Arbeit kommt es dann zu Neuverhandlungen des Arbeitspreises, wobei dann eine höhere Summe eingefordert wird als zu Beginn vereinbart war. Dazu werden die Arbeiten meist nicht fachmännisch ausgeführt, was zu Folgekosten führt. Hinzu kommt, dass die Personen nicht die erforderlichen Arbeitsgenehmigungen vorweisen können. Nickelsen appelliert: "Bitte seien sie skeptisch bevor sie ein Haustürgeschäft abschließen. Seriöse Unternehmen haben mehr als eine Handynummer und ein Werbeblatt in Postkartenformat zu bieten."