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Bewährung für Erpresser

thl. Lüneburg. Wegen schwerer räuberischer Erpressung ist ein Winsener (32) vom Lüneburger Landgericht zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Seine Komplizin (24) aus Lüneburg bekam neun Monate Haft wegen Beihilfe. Beide Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Zudem zahlt der Verurteilte seinem Opfer 2.000 Euro Schadenswiedergutmachung.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, hatten der Zuhälter und die für ihn arbeitende Prostituierte einen 49-jährigen Lüneburger im Oktober 2014 in eine Sexfalle gelockt. Die Frau hatte sich an den Mann herangemacht und ihn in ihre Wohnung gelockt. Dort kam es zu hartem Sex, denn der 49-Jährige liebte Sadomaso-Praktiken. Dass die junge Frau dabei Verletzungen davontrug war nicht geplant. Eine zuvor von dem Zuhälter installierte Kamera zeichnete alles auf, denn der Lüneburger sollte anschließend mit den Bildern erpresst werden. Nach dem Sex ließ die Frau ihren Freund in die Wohnung. Dieser bedrohte das Opfer und "erleichterte" ihn um 1.000 Euro und ein Handy.
Vor Gericht erkannte das Opfer seinen Peiniger nicht wieder. Trotzdem legte der Angeklagte anschließend ein umfassendes Geständnis ab, das die Richter "unter diesen Umständen umso wertvoller" werteten.