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Bewährung für Ladendiebin

thl. Winsen. "Ja, wir sind schuldig, haben die Sachen geklaut. Aber wir haben nichts davon verkauft." Kurz und knapp waren die Einlassungen der beiden angeklagten Frauen (45 und 49 Jahre alt), die sich wegen Ladendiebstahls vor dem Winsener Amtsgericht verantworten mussten.
Der gebürtigen Russin und der gebürtigen Kasachin - beide in Winsen wohnhaft - wurde vorgeworfen, im Januar und Februar dieses Jahres an drei Tagen im großen Stil Dekoartikel im Gesamtwert von mehr als 800 Euro aus einem Blumengeschäft in der Luhestadt geklaut zu haben. Was die beiden Gaunerinnen nicht ahnten: Eine Videokamera filmte sie bei ihren Taten.
Nachdem die beiden Frauen erwischt worden waren, folgten Hausdurchsuchungen, bei denen zahlreiches Diebesgut sichergestellt werden konnte. Da aber einige Waren auch verschwunden waren, ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Altenpflegerin und die Lagerarbeiterin gewerbsmäßig klauen würden, um sich zusätzliche Einnahmen zu verschaffen.
"Auch wenn vieles dafür spricht, können wir Ihnen den Verkauf des Diebesgutes nicht nachweisen", sagte Richter Dr. Michael Herrmann und verdonnerte die 49-Jährige "nur" wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro. Die 45-jährige Russin bekam vier Monate Haft aufgebrummt, die allerdings zur Bewährung ausgesetzt wurden. Grund für die Haftstrafe: Die Frau wurde seit 2009 fast jährlich wegen Diebstahls zu Geldstrafen verurteilt. "Diese haben offenbar aber nicht gefruchtet", so der Richter. Zudem verdonnerte sie dazu, dem Geschädigten seinen Schaden für die verschwundenen Waren zu ersetzen. "Tun Sie das nicht, oder werden Sie noch einmal beim Klauen erwischt, sitzen Sie die vier Monate im Gefängnis ab", gab Richter Dr. Herrmann der 45-Jährigen mit auf den Weg.