Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Bewährung für Unfallfahrer

thl. Lüneburg. Da wird dem Angeklagten (69) ein dicker Stein vom Herzen gefallen sein: Nach drei Monaten in Untersuchungshaft kam der Rentner aus der Samtgemeinde Salzhausen frei. Denn das Landgericht Lüneburg verurteilte ihn "nur" wegen Unfallflucht und unterlassener Hilfeleistung zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Rückblick: Im Januar 2011 wird auf der Verbindungsstraße zwischen Gödenstorf und Lübberstedt eine junge Frau (30) von einem Auto angefahren und schwer verletzt ihrem Schicksal überlassen. Schnell gerät der Rentner als möglicher Verursacher ins Visier der Ermittler. Doch mit abenteuerlichen Storys von einem polnischen Staatsbürger aus dem Heidekreis, der den Wagen gefahren haben soll - und den es, wie sich später herausstellt, gar nicht gibt - zieht der 69-Jährige das Verfahren in die Länge. Als der Prozess im November gegen den ehemaligen Unternehmer endlich vor dem Winsener Amtsgericht begann, versuchte sich der Angeklagte erneut dem Verfahren zu entziehen und musste angeblich wegen einer dringenden Operation ins Krankenhaus. Daraufhin wurde er zunächst in Gewahrsam genommen und wenige Tage später in U-Haft gesteckt, weil das Amtsgericht es für möglich hielt, dass auch eine Verurteilung wegen versuchten Totschlags infrage kommen könnte. Daraufhin wurde das Verfahren an das Landgericht verwiesen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Alle Beteiligten überlegen, ob sie Revision einlegen.