Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

„Bleiben auf Schaden sitzen“

Sabrina Hildebrandt zeigt auf die Beule in ihrem Auto, die der Unfallflüchtige hinterlassen hat

Unbekannter Autofahrer fährt Familienauto an und sucht das Weite


„Ich kann so etwas nicht verstehen. Jeder hat doch eine Versicherung, die für solche Schäden aufkommt“, schüttelte Sabrina Hildebrandt verständnislos den Kopf. „Auch wenn es für den Verursacher ärgerlich ist, weil er vielleicht in seinen Prozenten hochgestuft wird. Auch für uns ist es ein Ärgernis, wenn wir auf den Schaden sitzen bleiben.“
Die dreifache Mutter wurde Opfer eines offenbar gewissenlosen Zeitgenossen. Am 12. November war Sabrina Hildebrandt zwischen 10.30 und 11 Uhr im Aldi am Altstadtring in Winsen einkaufen. Ihren Wagen, einen schwarzen Renault Espace, hatte sie auf dem Parkplatz vor dem Geschäft abgestellt. „Als wieder zum Fahrzeug kam, fiel mir fast mein Einkauf aus der Hand. Im rechten hinteren Holm meines Autos prangte eine dicke Beule“, erzählt die Frau. Und auch die Heckklappe wies Beschädigungen auf.
Vom Verursacher fehlte allerdings jede Spur. „Der Schaden beträgt rund 3.000 Euro, die müssen wir jetzt selbst bezahlen“, sagt Hildebrandt. Wie die Familie das aber stemmen soll, weiß sie noch nicht. „Wir haben drei kleine Kinder zwischen vier Monaten und sechs Jahren, mein Mann ist Alleinverdiener. Wir sind froh, wenn wir so über die Runden kommen.“
Deswegen hofft Sabrina Hildebrandt, dass der Verursacher, der vermutlich ein helles Auto fuhr - darauf weisen Farbanhaftungen an dem Renault hin - sich vielleicht selbst meldet oder es Zeugen gibt, die den Unfall bemerkt haben.
Für den Flüchtigen kann sein Verhalten übrigens unangenehme Folgen haben, denn Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt. Ihm droht eine Geldstrafe von mindestens 40 Tagessätzen und ein Führerscheinentzug von bis zu zehn Monaten.
l Hinweise an die Polizei, Tel. 04171 – 7960.