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Die Strafe folgte auf dem Fuß - Sechs Monate Haft für Marokkaner

thl. Winsen. Das Amtsgericht Winsen verurteilte jetzt einen 21-jährigen Marokkaner wegen Sachbeschädigung und mehrfacher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung. Der Richter erließ noch im Sitzungssaal Haftbefehl gegen den Mann. Begründung: Der Angeklagte habe durch sein dreistes und renitentes Verhalten deutlich zum Ausdruck gebracht, dass nicht zu erwarten ist, dass er aufgrund seiner Verurteilung zu lediglich einer Bewährungsstrafe keine neuen Straftaten begehen werde.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten vorgeworfen, in Egestorf gleich mehrmals in ein auf einem Privatgrundstück abgestelltes Wohnmobil eingebrochen zu sein und es sich dort gegen den Willen der Eigentümer „wohnlich“ eingerichtet zu haben. Dabei soll er den Wohnbereich des fast fabrikneuen Wohnmobils erheblich verwüstet und einen Schaden von mindestens 10.000 Euro angerichtet haben.
Als die Eigentümer dies bemerkt und den Angeklagten haben zur Rede stellen wollen, hatte dieser auf sie eingeschlagen und dabei leicht verletzt. Durch die herbeigerufene Polizei und seine vorläufige Festnahme hatte sich der Angeklagte jedoch wenig beeindruckt gezeigt. Bereits im Streifenwagen sitzend, hat er der die Opfer ausgelacht, beleidigt und verhöhnt.
Damit aber nicht genug: Nachdem der Angeklagte am nächsten Morgen aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden war, begab er sich wiederum zu dem Grundstück der Opfer. Bei dem Versuch, die Tür einer Scheune aufzubrechen, wurde er vom Sohn der Familie überrascht. Es gelang dem Marokkaner jedoch gelungen, nach einem gezielten Schlag ins Gesicht des Sohnes zu fliehen. Dieser hatte den Angeklagten jedoch verfolgen, stellen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten können. Der Angeklagte wurde erneut festgenommen und in Hauptverhandlungshaft gesteckt.
Vor Gericht bestritt der 21-Jährige die Taten, verstrickte sich jedoch immer wieder in Widersprüche. Das Gericht sah die Tatvorwürfe aufgrund der Angaben der Zeugen als erwiesen an.