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Drei Schwerstverletzte bei nächtlichen Unfall in Seevetal

Durch den Aufprall wurde der Pkw Audi stark deformiert (Foto: Matthias Köhlbrandt)
thl. Seevetal. Drei zum Teil lebensgefährlich Verletzte hat ein schwerer Unfall in der Nacht zu Mittwoch auf der Seevetalstraße in Glüsingen gefordert. Kurz nach Mitternacht war dabei ein mit drei jungen Männern (19, 19 und 23 Jahre alt) besetzter Pkw Audi von der Fahrbahn abgekommen und mit der Beifahrerseite gegen einen Baum geprallt. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Fahrgastzelle des Fahrzeugs schwer zusammengestaucht, alle drei Männer wurden dabei im Fahrzeug eingeklemmt und teilweise lebensgefährlich verletzt.
Zur Rettung und Versorgung der Verletzten wurden die Feuerwehren Glüsingen, Maschen und Meckelfeld, vier Rettungswagen und zwei Notärzte der Berufsfeuerwehr Hamburg alarnmiert. Nachdem das Fahrzeug ausreichend stabilisiert war, begannen die Einsatzkräfte die aufwändige technische Rettung der drei Männer. Der Fahrer konnte als erstes befreit werden, er wurde nach notärztlicher Versorgung mit schweren Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus verbracht werden. Die Rettung der beiden anderen eingeklemmten Fahrzeuginsassen gestaltete sich als sehr schwierig. Durch die enormen Verformungen des Fahrzeugs mussten teilweise drei hydraulische Rettungssätze zeitgleich eingesetzt werden, um die Männer zu befreien. Die gesamte Fahrerseite wurde mit Rettungsscheren geöffnet, mit hydraulischen Zylindern wurde das Fahrzeug auseinandergedrückt und so die Rettungsöffnung für die Männer erweitert. Nach etwas über einer Stunde gelang es der Feuerwehr, den letzten eingeklemmten Mann zu retten.
An der Unfallstelle, besonders auf der Autobahnbrücke, herrschte zur Unfallzeit Glätte. Aufgrund der verheerenden Unfallschäden vermutet die Polizei, dass der Pkw mit deutlich mehr als den erlaubten 50 km/h unterwegs war. Zur genauen Klärung des Unfallherganges wurde noch in der Nacht ein Sachverständiger hinzugezogen. Dieser machte sich vor Ort ein Bild von der Spurenlage.
Um zu klären, ob die Fahrtauglichkeit des 19-Jährigen eingeschränkt war, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Lüneburg eine Blutprobe bei dem Fahranfänger entnommen. Das Ergebnis steht noch aus.