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Drogenprozess endet mit Freispruch

thl. Winsen. Der Vorwurf wog schwer: Ein 22-jähriger Auszubildender aus Winsen sollte in den Niederlanden 100 Ecstasy-Tabletten bestellt und sich per Post schicken lassen haben. Doch beim Zoll flog die Sache auf. Trotzdem endete jetzt der Prozess gegen den jungen Mann mit einem Freispruch.
In seiner Urteilsbegründung ließ der Richter kein gutes Haar an der Staatsanwaltschaft. Grund: Nachdem die Drogen beschlagnahmt worden waren, bekam der 22-Jährige, der bisher noch unbestraft ist und die bestritt, die Bestellung getätigt zu haben, Hausbesuch von der Polizei. Drogen wurden dabei allerdings nicht gefunden. Der Absender in den Niederlanden wurde aber weder ausfindig gemacht noch befragt. Offenbar wurde noch nicht einmal ein Verfahren gegen ihn eröffnet.
"Es gibt unzählige Möglichkeiten, warum der Name des Angeklagten als Empfänger eingetragen war. Vielleicht hat sogar einer aus seinem Freundeskreis seinen Namen dafür missbraucht", so der Richter. "Auf jedem Fall können wir ihm so nicht nachweisen, dass er die Drogen auch wirklich bestellt hat."