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"Ein einmaliges Sonderangebot"

thl. Lüneburg. "Eine Chance auf eine Bewährungsstrafe sehen wir bei keinem der Angeklagten. Im Falle eines umfassenden Geständnisses können wir uns aber Haftstrafen zwischen 2,5 und sechs Jahren vorstellen. Das ist aber nur ein einmaliges Sonderangebot." Deutliche Worte fand der Vorsitzende der 10.Großen Strafkammer beim Prozessauftakt gegen sechs Polen (25 bis 40 Jahre alt), denen gewerbsmäßiger Bandendiebstahl vorgeworfen wird. Die Männer und ihre Anwälte haben bis zum nächsten Verhandlungstag am Mittwoch, 20. Januar, Zeit, über das Gerichtsangebot nachzudenken. Nehmen sie es nicht an, droht nicht nur ein langwieriges Gerichtsverfahren, sondern es drohen auch deutliche höhere Strafen - bis zu 15 Jahren Haft.
Die Staatsanwaltschaft wirft der Bande vor, im Zeitraum von November 2014 und Juli 2015 in 28 Fällen in Landhandelmärkte in ganz NIedersachsen, darunter auch in den Landkreisen Harburg und Stade, eingebrochen zu sein. Zwölf Mal blieb es beim Versuch, weil die Täter gestört wurden. Neben Dünge- und Pflanzenschutzmittel sollen sie u.a. auch Werkzeuge mitgenommen haben. Insgesamt richtete die Bande einen Schaden von weit über 800.000 Euro an.
Für die Begehung der Taten sollen die Männer mit eigens dafür gemieteten Transportern aus Polen angereist sein.
Ab Mai 2015 flog die Bande nach und nach auf. Zunächst gerieten zwei der Täter nach einem Einbruch in eine Polizeikontrolle und wurden dort festgenommen. Nach einer weiteren Tat wurde einer der Männer bei seiner Einreise nach Polen festgenommen. Für die drei anderen klickten die Handschellen im Juli nach einem Einbruch in Hörsel (Thüringen).