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"Es ist viel Schrott unterwegs"

Defekter Unterfahrschutz wegen eines Unfalls. Dieser Kleintransporter wurde aus dem Verkehr gezogen (Foto: Polizei)
thl. Winsen. Mit 68 spezialisierten Beamten überprüfte die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Lüneburg jetzt an der Raststätte Allertal an der A7 den Schwerlastverkehr. "Dabei standen insbesondere technische Mängel, gefahrgutrechtliche Verstöße sowie die Überschreitung der Arbeits- und Lenkzeiten im Fokus, da diese Verstöße eine erhebliche Gefährdung der Verkehrssicherheit darstellen", erklärt Sprecherin Janina Stolt. Mit von der Partie waren auch Feldjäger, Mitarbeiter der Berufsgenossenschaft Verkehr, der Lebensmittelüberwachung, des staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes, der Finanzkontrolle für Schwarzarbeit sowie des Veterinäramtes.
Insgesamt wurden 91 Fahrzeuge überprüft, von denen 27 die Weiterfahrt untersagt wurde. "Es war viel Schrott unterwegs", so ein Beamter. Betroffen davon war u.a. der Fahrer eines polnischen Kleintransporters, bei dem der Unterfahrschutz wegen eines Unfallschadens komplett fehlte. Zudem war die Ladungssicherung mangelhaft. Allerdings nicht in den Augen des Mannes. Er zeigte sich völlig uneinsichtig und drohte an, seine Fahrt fortzusetzen. Die Folge: Die Beamten legten den Kleintransporter an die Kette.
Ebenfalls an Ort und Stelle still gelegt wurde ein Lastzug aus Hamburg, der eine Vielzahl technischer Mängel aufwies. Dabei waren die Bremsen teilweise komplett ohne Funktion und der Rahmen des Fahrzeugs war aufgrund von Verrostungen komplett gerissen.
"Die festgestellten Mängel sind in dieser Form und Schwere selten. Die Vielzahl ist aber sehr bedenklich", sagt Einsatzleiter Oliver Kues. "Allerdings haben wir mit der Entstemplung und dem Abbau der Kennzeichen an den Fahrzeugen auch eine deutliche Sprache gesprochen." Weitere Kontrollen dieser Art würden zeitnah folgen, so Kues.