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Falsche Handwerker geschnappt - Bankangestellte verhinderte Betrug an Senioren

Symbolbild: Festnahme von Tatverdächtigen (Foto: Polizei-Beratung)
thl. Buchholz. Für falsche Handwerker, die ein Buchholzer Seniorenpaar betrügen wollten, klickten am späten Dienstagnachmittag die Handschellen. Zuvor hielten die Ganoven die Polizei aber ganz in Atem.
Einer aufmerksamen Bankangestellten in der Poststraße fiel um 15.40 Uhr auf, dass ein 81-jähriger Rentner, nachdem er bereits 500 Euro am Automaten gezogen hatte, erneut in der Filiale erschien, um am Schalter 3.500 Euro in bar abzuheben. Die Frau beriet den Senior. Dabei kam heraus, dass vor dem Geldinstitut zwei Männer auf das Geld des Rentners warteten. Die Angestellte reagierte genau richtig und informierte die Buchholzer Wache.
Sofort rasten mehrere Streifenwagen zur Bank. Die Tatverdächtigen waren zu diesem Zeitpunkt aber schon geflüchtet. Sie hatten den Rentner dazu bewegt, gemeinsam mit seinem Fahrzeug zur Bank zu fahren. Nun hatten die Täter das Problem, dass ihr eigenes Fahrzeug am Haus des Rentners im Drosselweg stand. Dorthin mussten sie zu Fuß zurück.
Als die Gauner an ihrem Fahrzeug ankamen, wartete dort bereits eine Zivilstreife und konnte zwei der drei Tatverdächtigen, einen 28-jährigen Stader und einen 29-jährigen Nienburger, vorläufig festnehmen. Beide Männer sind bereits erheblich polizeilich in Erscheinung getreten. Bei ihnen fand sich nur eine geringe Bargeldsumme, die sichergestellt wurde. Mit dem Rest der 500 Euro war vermutlich der dritte Tatverdächtige von dannen gezogen und konnte auch im Rahmen der weiteren Fahndung nicht mehr gestellt werden.
Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass sich die drei falschen Handwerker der Ehefrau des Geschädigten für Reinigungsarbeiten auf der Hofauffahrt angeboten hatten. Der Gegenwert der durchgeführten Reinigungsarbeiten dürfte dabei gering anzusetzen sein. Dafür wollten die drei Männer von dem völlig überforderten Seniorenpaar 4.000 Euro haben. Die Polizei Buchholz leitete ein Strafverfahren wegen Wuchers und Betruges ein. Danach mussten sie wegen fehlender Haftgründe nach Personalienfeststellung wieder auf freien Fuß gesetzt werden.