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Feuer im Winsener Krankenhaus

Einzelne Stationen mussten evakuiert werden (Foto: Burkhard Giese)
thl. Winsen. Als kürzlich ein Mann im Buchholzer Krankenhaus gezündelt hatte (das WOCHENBLATT berichtete), wurde deutlich, dass in so einem Fall schnelles und umsichtiges Handeln der Einsatzkräfte erforderlich ist.
Um für den Ernstfall fit zu sein, haben Feuerwehr und der Stab des Krankenhauses haben am Samstagnachmittag im Krankenhaus Winsen eine Großübung durchgeführt.
Angenommen war, dass gegen 13.30 die Brandmeldeanlage des Krankenhauses ausgelöst hat. Gleichzeitig wurde ein Brand mit Rauchentwicklung in der Werkstatt im Keller durch den technischen Leiter bestätigt. Gut zehn Minuten später kam es zu Stromschwankungen und zum Ausfall des "MRT". Dies hatte zur Folge, das flüssiges Helium auf dem Dach abgeblasen wurde. Dadurch sind Handwerker, die grade mit Arbeiten auf dem Dach beschäftigt waren, verletzt worden.
Umgehend wurde das Teleskopmastfahrzeug der Feuerwehr Lüneburg und das Winsener Tanklöschfahrzeug für die Rettung der auf dem Dach befindlichen Personen eingesetzt. Gleichzeitig gingen Feuerwehrleute aus Winsen und Lüneburg in den Werkstattbereich in den Keller vor, um die immaginäre Brandbekämpfung aufzunehmen. Im Bereich zwischen Krankenhaus und Altenheim wurde die gemeinsame Einsatzleitung vom Krankenhaus und Feuerwehr aufgebaut. Die Laßrönner Wehr betreute den Patientenübergabeplatz.
Noch während die Feuerwehren mit der Rettung der Personen auf dem Dach und der Brandbekämpfung beschäftigt waren, meldet das benachbarte Seniorenheim mehrere vermisste Bewohner, die sich im Keller aufgehalten haben könnten, weil der Durchgang im Keller von ihnen als Abkürzung zur Krankenhauskantine genutzt wird. Weitere Einsatzkräfte müssen jetzt über einen Schacht in die Kellerräume vordringen, um die Bewohner zu suchen. Gegen 13.55 löste die Brandmeldeanlage ein zweites Mal aus. Im Bereich der ambulanten Chirurgie im ersten Obergeschoss brannte eine Sitzgruppe im Wartebereich. Auf der Station befanden sich mehrere Patienten, die bettlägerig waren. Unter Atemschutz wurden die Patienten über das Treppenhaus von den Feuerwehrleuten gerettet. Zur Brandbekämpfung wurde in diesem Bereich auch die Drehleiter der Winsener Wehr eingesetzt.
Nach gut einer Stunde wurde die Übung beendet.