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Feuerteufel zündelt in Bütlingen

In der Nacht zu Dienstag waren über 200 Feuerwehrleute aus elf Wehren mit den Löscharbeiten beschäftigt (Foto: Feuerwehr/Lutz Wreide)

Drei Brände um die gleiche Uhrzeit - Polizei hat Ermittlungsgruppe eingerichtet und rät der Bevölkerung zu erhöhter Wachsamkeit

thl. Tespe. Ein Reetdachhaus ist in der Nacht in der Bütlinger Straße in Tespe-Bütlingen komplett niedergebrannt. Über 200 Retter aus elf Feuerwehren kämpften über Stunden gegen die Flammen - vergeblich. "Die meisten von uns hatten dabei ein De ja-vu", sagt ein Feuerwehrmann. Grund: Exakt 48 Stunden vorher ist nur wenige Meter vom Brandort ebenfalls ein Reetdachhaus niedergebrannt. Und: Bereits am Montag und Dienstag hat es in dem Ort zweimal gebrannt.
Ein Dorf in Angst! Erst waren es Strohballen, dann ein Holzhaufen. Danach folgten zwei Reetdachhäuser. Der dabei entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund eine Million Euro. Menschen kamen bisher glücklicherweise nicht zu Schaden. Allerdings scheint es nur eine Frage der Zeit zu sein, bis ein Mensch durch den Brandstifter sein Leben verliert. Denn: Bei dem neuesten Brand am Montagabend schlief der Hausbewohner bereits, als Nachbarn die Flammen entdeckten und den Mann retteten. "Es ist ein beängstigende Häufung in einer schnellen Abfolge", sagt ein Feuerwehrmann.
"Wir gehen in allen Fällen von Brandstiftung und haben eine mehrköpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet", sagt Jan Krüger, Sprecher der Polizeiinspektion Harburg. Die Fahnder bitten die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit. "Wem etwas verdächtig vorkommt, sollte uns sofort informieren. Im Zweifelsfall auch über die 110. Lieber einmal mehr, als einmal zu wenig", macht Krüger deutlich.
Markant: Drei der vier Brände wurde nahezu exakt um die selbe Uhrzeit gelegt. Am Montag brannten 100 Strohballen auf einem Feld - Tatzeit: 22.30 Uhr. Das Reetdachhaus am Samstag brannte um 22.27 Uhr, das am Montag um 22.31 Uhr. Alle drei Tatorte befinden sich entlang der Bütlinger Straße. Nur der Brand vom Dienstag fällt etwas aus der Rolle. Das versuchte der Feuerteufel bereits um 20.30 Uhr einen Holzstapel am Rande einer Schonung an der Bergstraße anzuzünden. Dabei machte eine Zeugin eine vielleicht wichtige Beobachtung: Sie konnte schemenhaft drei Jugendliche erkennen, die sich in einem Maisfeld versteckt hatten. Eine Fahndung der Polizei blieb allerdings erfolglos.
Hinweise an die Polizei in Buchholz, Tel. 04181 - 2850.