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Fünf Lkw wurden stillgelegt

Die vorgeschriebene Gefahrgut-Warntafel war nur provisorisch festgemacht (Foto: Polizei)
thl. Winsen. Im Rahmen einer Schwerpunktkontrolle haben Beamte der Autobahnpolizei Winsen jetzt Lkw ins Visier genommen. Dabei wurden insgesamt 16 Fahrzeuge kontrolliert, von denen elf beanstandet wurden. Zwar war der größte Teil der Mängel eher "leichterer Natur", in fünf Fällen wurde die Weiterfahrt aber zumindest zeitweise untersagt.
Ein polnischer Lkw-Fahrer beförderte auf seinem Sattelzug von der Schweiz kommend mit Ziel in Dänemark neben einer Kehrmaschine und Stückgut auch insgesamt gut vier Tonnen Gefahrgut (ätzende sowie verschiedene gefährliche Stoffe). Den Autobahnpolizisten fiel bei der Kontrolle zunächst auf, dass die am Heck des Sattelanhängers angebrachte orangefarbene Tafel schon bessere Tage gesehen hatte. Die Arretierung war abgebrochen, so dass die Warntafel sich zwar aufklappen aber nicht feststellen ließ. Der Fahrer hatte sich mit einem Draht beholfen, der allerdings so lose war, dass die Tafel drohte, zuzuklappen. Beanstanden mussten die Beamten bei diesem Transport auch die Ladungssicherung sowie einen Teil der persönlichen Sicherheitsausrüstung des Fahrers.
Die Überprüfung eines slowakischen Sattelzuges, beladen mit Papier, vom Seehafen Lübeck kommend und in Richtung Hannover zum dortigen Umschlagbahnhof fahrend, ergab den Verdacht einer Überladung. Eine Wägung bestätigte diesen Verdacht. Der Sattelzug wog über 43 Tonnen, war somit um über neun Prozent überladen.
Den Eindruck, dass mit dem deutschen Sattelzug etwas nicht stimmt, hatten die Beamten schon, als das Fahrzeug sie auf der A7 in Richtung Hamburg passierte. Die Kontrolle bestätigte dann den ersten Eindruck. Stolze 4,28m war der Sattelzug, der von Kassel in Richtung Hamburg fuhr, hoch. Damit war die Fahrt beendet.
Der Umstand, dass der niederländische Schwertransport, beladen mit einem Lkw und einer Sattelzugmaschine, am Nachmittag gegen 15.45 Uhr eine so stark befahrene Autobahn wie die A1 befährt, weckte den Argwohn der Beamten. Die Kontrolle ergab, dass für den Zeitraum von 15 bis 19 Uhr eine so genannte Sperrzeit erlassen worden war. Das heißt, der Schwertransport darf, aufgrund der zu erwartenden hohen Verkehrsdichte, in diesem Zeitraum nicht fahren. Neben diesem Auflagenverstoß wurden noch weitere Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt.