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Geisterfahrer verursacht tödlichen Unfall

Der Mercedes des Falschfahrers landete in der Böschung
thl/as. Winsen. Ein 76-jähriger Geisterfahrer ist am Sonntagabend auf der A39 zwischen Winsen-Ost und Handorf ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen wurden wie durch ein Wunder "nur" leicht verletzt.
Kurz vor 20.30 Uhr gingen bei der Polizei die ersten Meldungen über den Falschfahrer ein. Doch noch bevor die Radiosender vor der Gefahr warnen konnten, kam es zu dem Unfall. "Ich wolte nach Hitzacker, weil dort ein Kumpel mit seinem Motorrad liegengeblieben war", erzählte ein Pkw-Fahrer aus Horneburg (Landkreis Stade). "Ein Audi überholte mich mit etwa 150 km/h. Plötzlich kamen Scheinwerfer von vorne." Der Audi-Fahrer habe super reagiert und seinen Wagen sofort nach rechts Richtung Standstreifen gelenkt. Dennoch krachte der Mercedes-Oldtimer des Falschfahrers aus dem Landkreis Lüneburg in die hintere rechte Seite des Audi.
"Der Audi drehte sich mehrfach wie ein Kreisel über die Autobahn und blieb schließlich stehen", so der Augenzeuge. Der Mercedes schleuderte ebenfalls über die A39 und krachte rund 300 Meter weiter frontal in die Böschung.
Die beiden Personen im Audi wurden leicht verletzt. Zwei weitere Fahrzeuge wurden durch herumfliegende Trümmerteile beschädigt. Die Insassen der beiden Wagen kamen mit dem Schrecken davon. "Wenn der Audi mich nicht überholt hätte, hätte es wohl mich getroffen", sagte der Horneburger sichtlich geschockt.
Der 76-Jährige wurde von der Feuerwehr aus seinem Fahrzeug befreit und in einen Rettungswagen gebracht. Hier verschlechterte sich sein Zustand innerhalb von Minuten derart, dass der Mann noch an der Unfallstelle verstarb. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass der 76-Jährige durch das Unfallgeschehen innere Verletzungen erlitt, die zum Tode führten.
Für die Bergungs- und Aufräumarbeiten wurde die A39 bis in die Nacht hinein voll gesperrt. Die Polizei ermittelt nun, warum der Mann verkehrt auf die Autobahn auffuhr.