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Geldstrafe drastisch erhöht

thl. Winsen/Lüneburg. Dumm gelaufen! Ein Mitglied der kurdischen Großfamilie C., die sich im Oktober vergangenen Jahres im Winsener Einkaufszentrum Luhe Park eine Massenschlägerei mit der syrischen Großfamilie A. geliefert hatte (das WOCHENBLATT berichtete), musste sich jetzt in zweiter Instanz wegen Körperverletzung vor dem Lüneburger Landgericht verantworten. In erster Instanz war er vom Winsener Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe von zwei Monate auf Bewährung und 1.000 Euro Geldauflage verurteilt worden. Dagegen hatte der Kurde Berufung eingelegt.
C. war angeklagt, weil er ein Mitglied der Familie A., das bereits von der Polizei mit Handschellen gefesselt war, noch einmal getreten haben soll.
Der Kurde hatte Berufung eingelegt, weil er die Strafe in Winsen als zu hart empfand und wollte in Lüneburg "billiger" davon kommen. So ganz ging die Rechnung allerdings nicht auf. Zwar verhängte das Gericht keine Freiheitsstrafe mehr, dafür muss C. aber jetzt 5.400 Euro Geldstrafe zahlen.
"Ausschlaggebend für die Strafzumessung war, dass es eine Vereinbarung zwischen den beiden Großfamilien geben soll, wonach man sich aus dem Weg gehe wolle", sagt Gerichtssprecher Dr. Volker König. Zudem habe das Opfer erklärt, der Fußtritt des Angeklagten sei nicht sehr schmerzhaft und im Verhältnis zu den Kopfverletzungen, die das Opfer ansonsten bei der Massenschlägerei erlitten habe, eher nebensächlich gewesen.