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Geldstrafe sühnt tödlichen Unfall

thl. Stelle/Winsen. Ein 72-jähriger Rollerfahrer will mit seinem Gefährt von der Straße "Unter den Linden" nach links in die Straße "Am Wasserturm" abbiegen und muss verkehrsbedingt anhalten. Eine hinter ihm fahrende Pkw-Fahrerin bemerkt das zu spät und fährt ungebremst auf den Roller auf. Der Biker erleidet schwere Kopfverletzungen, weil er beim Unfall seinen Helm verliert, und verstirbt wenig später in einem Krankenhaus. So geschehen im April dieses Jahres.
Jetzt musste sich die Autofahrerin wegen fahrlässiger Tötung vor dem Winsener Amtsgericht verantworten. Die 38-jährige Pharmazeutin bestätigte den Vorwurf der Anklage. Ihr tue der Unfall wahnsinnig leid. Warum er überhaupt passierte, sei ihr allerdings nicht klar. "Es kann sein, dass ich kurz durch meine beiden mit im Auto sitzenden Kinder abgelenkt war", so die Angeklagte.
Ein Gutachter sprach dem verunglückten Rollerfahrer eine Mitschuld am Ausgang des Unfalls zu. Grund: Der Rentner habe seinen Helm nicht ordnungsgemäß aufgesetzt gehabt.
Das Urteil für die Pharmazeutin: 1.600 Euro Geldstrafe.