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Haftstrafe für Kinderschänder aus Seevetal

Gericht vermisst Einsicht des Angeklagten

thl. Lüneburg. Im zweiten Anlauf konnte das Verfahren abgeschlossen werden: Das Landgericht Lüneburg schickte einen 33-jährigen Seevetaler wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann die Kinder einer befreundeten Familie aus Winsen mehrfach missbraucht hatte. Ein abgelegtes Geständnis des Mannes wertete das Gericht als "Lippenbekenntnis", das über weite Strecke eine Einsicht ins Unrecht vermissen lasse.
Der Seevetaler war bereits 2010 vom Amtsgericht Tostedt wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Opfer waren 2008 zwei vier und fünf Jahre alte Kinder, die der Mann in seiner Eigenschaft als Praktikant im Kindergarten Bendestorf kennenlernte. Zudem hatte er sich beim Babysitten zwei Jungen angenähert.
Das erste Verfahren gegen den Seevetaler war Anfang Juni geplatzt, weil es einen Befangenheitsantrag gegen einen Schöffen gegeben hatte, nachdem dieser bei der Videovernehmung des Opfers mit seinem Handy beschäftigt war (das WOCHENBLATT berichtete).