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Komaschläger-Prozess: Angeklagter wurde wiedererkannt

thl. Lüneburg. Kurzer Prozess am sechsten Verhandlungstag vor dem Lüneburger Landgericht gegen den Seevetaler (33), der im August 2015 im Rahmen des Meckelfelder Dorffestes einen Polizisten (33) ins Koma geprügelt haben soll (das WOCHENBLATT berichtete). Lediglich zwei Zeugen wurden aufgerufen, deren Aussage aber eine gewisse Brisanz hatte. Sah es bisher immer mehr nach einem möglichen Freispruch für den Angeklagten aus, könnte sich das Blatt jetzt wieder gegen ihn wenden. Beide am Mittwoch gehörten Zeugen sind Beamte der Polizei. Sie vernahmen sowohl in der Tatnacht als auch ein paar Tage später die beiden Türsteher der Gaststätte "Schnurrbart", gegen die sich die Schlägerei zunächst richtete, und legten ihnen Lichtbilder vor. Die Türsteher erkannten nach Angaben der Beamten darauf den Angeklagten mit "sehr hoher Wahrscheinlichkeit" wieder. Einer der beiden Männer habe ihn sogar direkt am Opfer stehen sehen. Allerdings wollten sich die beiden Türsteher vor Kurzem in ihrer Aussage vor Gericht nicht auf den Angeklagten als Täter festlegen.
Der Prozess geht am 11. Oktober um 9.15 Uhr weiter. Dann sollen noch zwei Zeugen aussagen, außerdem soll die Auswertung der Mobilfunkdaten erörtert werden. Am 25. Oktober sollen die Plädoyers folgen, das Urteil soll am 1. November verkündet werden.