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Kommt es diesmal zum Urteil?

thl. Lüneburg. Aller guten Dinge sind drei!? Vor der 4. Großen Strafkammer am Lüneburger Landgericht hat jetzt der Prozess gegen zwei Männer (30 und 50 Jahren alt) aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt begonnen. Dem Duo werden mindestens sechs Einbrüche in Wohnhäusern in Winsen, Stelle, Seevetal, Hollenstedt und Schneverdingen vorgeworfen. Gesamtschaden: rund 50.000 Euro.
Kurios: Es ist bereits das dritte Mal, dass die beiden Männer wegen dieser Taten vor Gericht stehen. Das erste Verfahren scheiterte, weil die Polizei nicht alle Beweisstücke ausgewertet hatte (das WOCHENBLATT berichtete). Die zweite Verhandlung im Frühjahr dieses Jahres fand aber auch ein schnelles Ende. Grund: Ein Richter, der im Verfahren bereits mit den Ermittlungen gegen die beiden Männer eine Rolle spielte, saß als Beisitzer in der Strafkammer. Das ist laut Strafprozessordnung aber verboten, weil eine Befangenheit ausgeschlossen werden soll.
In der Hoffnung, dass diesmal alles glatt läuft, vernahm das Gericht einen Fahnder der Polizeiinspektion Harburg als einen der ersten Zeugen. Der Beamte schilderte, wie man den beiden Angeklagten durch die Auswertung von Mobiltelefon-Datensätzen schließlich auf die Schliche kam.
Der Prozess wird am Mittwoch, 23. November, fortgesetzt. Das Urteil wird für den 8. Dezember erwartet.