Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Landkreis Harburg: 200 Straftaten weniger registriert

Stellten die Statistik vor: Frank Freienberg (li.) und Uwe Lehne
thl. Buchholz. "Die Menschen im Landkreis Harburg leben sicher. Ungeachtet eines im vergangenen Jahr abgeschlossenen Ermittlungskomplexes im Betrugsbereich, ist die Gesamtzahl der Straftaten leicht rückläufig. Die Aufklärungsquote konnte nahezu konstant gehalten werden." Dieses Fazit zog Polizeidirektor Uwe Lehne, Leiter der Polizeiinspektion (PI) Harburg, bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2016.
In der Tat wird die Statistik durch ein besonderes Verfahren "verfälscht". Ein Ballonfahr-Unternehmen soll in 3.322 seinen Kunden Gutscheine verkauft und diese nicht eingelöst haben. Der Schaden beläuft sich auf über eine Million Euro. Die Ermittlungen dazu begannen bereits im November 2014 und wurden 2016 abgeschlossen. Ab kommenden Montag, 20. Februar, muss sich der mutmaßliche Betrüger vor dem Tostedter Amtsgericht verantworten.
Insgesamt wurden 2016 - ohne den Ballonbetrug - insgesamt 14.410 Straftaten aktenkundig, das sind gut 200 Taten weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote liegt mit rund 57 Prozent knapp einen Prozentpunkt unter dem Vorjahr. "Rechnen wir die Betrugsdelikte mit ein, würde die Aufklärungsquote bei 65 Prozent liegen, ein absoluter Spitzenwert im Bereich der Polizeidirektion (PD) Lüneburg, den es bishr noch nie gab", sagte Polizeioberrat Frank Freienberg, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes.
Jetzt weiter ohne die Bertugsverfahren: Beim Vergleich der Häufigkeitszahlen, also der Anzahl von Straftaten pro 100.000 Einwohner, liegt die PI bei 5.808 Fälle und damit weit unter dem Durchschnitt der PD (6.576 Fälle).
Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche ist mit 959 leicht rückläufig. In der Statistik werden zwar 1.163 Fälle ausgewiesen. Das ist aber der Tatsache geschuldet, dass dort auch Fälle ausgewiesen werden, die sich bereits 2015 ereignet haben, aber erst 2016 abgeschlossen wurden. Rund jede fünfte Einbruchstat wurde aufgeklärt. "In 437 Fällen blieb es beim Versuch. Ein Wert, der seit Jahren kontinuielrich steigt", so Freienberg. Das zeige, dass die Präventionsmaßnahmen und Sensibilierung der Bevölkerung greife.
Sorgen machen den Beamten allerdings die Delikte gegen die Staatsgewalt. Die Zahl der einfachen Widerstandshandlungen ist von 48 auf 58 abgestiegen, die Zahl des gewaltätigen Widerstandes sogar von 71 auf 83 Taten.