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"Love-Mobile" im Visier

"Love-Mobile" stehen derzeit in der öffentlichen Diskussion (Foto: archiv)
thl. Lüneburg. Insgesamt 37 so genannte "Love Mobile" (Wohnmobile von Prostituierten) haben Beamte im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion (PD) Lüneburg erfasst. Aktuell sind dabei einige Landkreise mehr und andere gar nicht tangiert. Diese Zahl präsentierte Polizeipräsident Friedrich Niehörster im Rahmen eines "Runden Tisches" in der PD, an dem sowohl Vertreter der betroffenen Kommunen und Polizeiinspektionen als auch der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr teilnahmen. Anlass war die aktuelle öffentliche Diskussion zum Thema "Ausübung der Prostitution im öffentlichen Raum" sowie die Forderung nach dem Erlass einer Sperrgebietsverordnung.
Niehörster zeigte den rechtlichen Handlungsrahmen der zuständigen Behörden auf. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es angesichts der seit 2002 gesetzlichen Legalisierung der Prostitution nicht um eine Verbannung der Frauen aus dem öffentlichen Raum gehen könne. Vielmehr stehe der Umgang mit den negativen Begleiterscheinungen der Wohnmobilprostitution im Vordergrund, hieß es. Dabei falle die öffentliche Wahrnehmung je nach Standort und Umfeld der Fahrzeuge unterschiedlich aus. Während die meisten Fahrzeuge eher abseits der Wohnbereiche und öffentlichen Parkflächen im Wald stehen, gebe es andere, die sich nahe am Ortsrand befänden.
Und genau dort sei ein gemeinsames und abgestimmtes Handeln aller Entscheidungsträger erforderlich, wurde in der Diskussion schnell deutlich. Andernfalls würden einzelne Maßnahme doch nur zu einem "Verdrängungseffekt" führen. Man war sich einig, die bestehenden örtlichen Problemlagen "unter die Lupe" zu nehmen und die rechtlichen Möglichkeiten vor Ort auszuschöpfen Die Ergebnisse sollen noch in diesem Jahr bei einem weiteren "Runden Tisch" präsentiert werden. Anschließend will die Polizei über die Notwendigkeit einer Sperrgebietsverordnung entscheiden.