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Massenschlägerei findet Nachspiel

Der Prozess findet vor dem Lüneburger Landgericht statt (Foto: archiv mi)
thl. Lüneburg. Gut drei Jahre nach dem Vorfall findet eine Massenschlägerei zwischen den Winsener Großfamilien C. und A. vor dem Lüneburger Landgericht ein juristisches Nachspiel. Ab Dienstag, 5. Januar, müssen sich vier Mitglieder der Familie C. (25, 27, 28 und 40 Jahre) wegen versuchten Totschlags vor der 4. Großen Strafkammer verantworten. Beginn ist um 9.30 Uhr im Saal 21.
Rückblick: Am 1. Oktober 2012 kam es im Einkaufszentrum Luhe Park zu einer verbalen und tätlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden verfeindeten Familie. In deren Verlauf sollen die vier Angeklagten auf ein von der Polizei bereits verhaftetes und gefesseltes Mitglied der Familie A. mehrfach eingeschlagen und eingetreten haben - teilweise auch gegen den Kopf des Opfers. Nach dem Vorfall kamen die vier zunächst wegen des Verdachts des versuchten Totschlags kurzzeitig in Untersuchungshaft, dann milderte die Staatsanwaltschaft den Vorwurf aber auf gefährliche Körperverletzung ab und hob den Haftantrag auf.
Ganz anders sah es dagegen der Richter am Winsener Amtsgericht. Dort wurde der Fall im März 2014 erstmals verhandelt. Doch nach einigen Zeugenaussagen sah der Jurist einen "hinreichenden Tatverdacht für ein versuchtes Tötungsdelikt" und gab das Verfahren an das Schwurgericht am Lüneburger Landgericht ab.
Am Landgericht sind fünf Verhandlungstage anberaumt. Es sollen zehn Zeugen und ein Sachverständiger gehört werden. Ein Urteil wird für den 22. Januar erwartet.