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Millionenbuße wegen Bestechung

thl. Winsen. Das Winsener Amtsgericht hat ein Unternehmen wegen besonders schwerer Bestechung im geschäftlichen Verkehr zu einer Geldbuße von zwei Millionen Euro verdonnert. Der Strafbefehl ist rechtskräftig. Ferner wurde der Geschäftsführer des Unternehmens zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt.
Der Geschäftsmann hatte mit dem Vorsitzenden eines Vereins und Anteilseigner einer GbR vereinbart, dass der Verein ausschließlich Produkte über die GbR von einer Arzneimittelfirma aus der Region beziehe. Dadurch kamen in 55 Fällen Provisionszahlungen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro zusammen, die die beiden Geschäftsführer unter sich aufteilten.
"Dieses Verfahren zeigt, dass Bestechung nicht nur in der öffentlichen Verwaltung, sondern auch im geschäftlichen Verkehr erhebliche Straf- und Bußgeldkonsequenzen für die Beteiligten haben kann", sagt Amtsgerichtsdirektor Albert G. Paulisch.