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Mord in Pattensen: Lebenslang für den Täter

In diesem Haus geschah das Verbrechen
thl. Winsen/Lüneburg. Damit hat keiner gerechnet! Bereits am zweiten Verhandlungstag hat die 4. Große Strafkammer des Lüneburger Landgerichts das Urteil gegen einen 54-Jährigen aus Pattensen gesprochen. Wegen Mordes muss der Gelegenheitsarbeiter lebenslang hinter Gitter. Auf die "besondere Schwere der Schuld" erkannte das Gericht aber nicht. Das bedeutet, der Verurteilte kann nach 15 Jahren wieder aus dem Gefängnis entlassen werden.
Rückblick: Am 30. Mai dieses Jahres brach der 54-Jährige in seinem Heimatort Pattensen bei einer Bekannten (83) ein, um dort die Speisekammer auszuräumen. Als die Frau, die eigentlich zu einer Geburtstagsfeier fahren wollte, plötzlich hinter ihm stand und schrie, kam es zunächst zu einem Gerangel, in dessen Verlauf der Verurteilte die alte Frau in den Schwitzkasten nahm und sie würgte, bis sie tot war. Anschließend schleifte er sein Opfer auf dessen Bett, entkleidete es und nahm die Kleidung mit, weil er befürchtete, DNA-Spuren am Leichnam hinterlassen zu haben.
Gefasst wurde der 54-Jährige, weil er einen Tag nach dem Mord bei einem anderen Bekannten im Dorf einbrach und dort ebenfalls auf frischer Tat ertappt wurde. Die Fahnder glichen die Spuren beider Einbrüche ab und nahmen den Täter fest.
Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Der Verteidiger hatte acht Jahre Haft wegen Totschlags gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.