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Neuer Prozess gegen Räuber

thl. Lüneburg. Vor der 3. Großen Jugendkammer des Landgerichts Lüneburg beginnt am Donnerstag, 24. November, um 9.15 Uhr (Saal 121) die Hauptverhandlung gegen einen mittlerweile 20-jährigen Angeklagten wegen erpresserischen Menschenraubs in Tateinheit mit schwerer räuberischer Erpressung und sowie gefährlicher Körperverletzung.
Der Angeklagte ist wie seine drei vormaligen Mitangeklagten bereits durch Urteil der 2. Großen Jugendkammer im Dezember für schuldig befunden worden, im Juni 2015 eine 77-jährige Frau in ihrem Wohnhaus in Seevetal überfallen zu haben. Dabei sei die Geschädigte durch Schläge sowie den Einsatz eines Pfeffersprays und eines Springmessers nicht unerheblich verletzt worden. Die Geschädigte und ein zufällig erschienener 81-jähriger Bekannter, welcher zudem in das Gesicht geschlagen worden sei, seien zudem mit Kabelbindern gefesselt worden. Während die Angeklagten zunächst vergeblich die Herausgabe eines Tresorschlüssels gefordert hätten, seien sie nach Erscheinen von Nachbarn mit einer goldenen Armbanduhr und einem Armband geflüchtet (das WOCHENBLATT berichtete). Gegen den Angeklagten, der sich weiterhin in Untersuchungshaft befindet, war eine Einheitsjugendstrafe von 4 Jahren verhängt worden.
Auf die Revision des Angeklagten hin hob der Bundesgerichtshof das landgerichtliche Urteil auf und verwies die Sache zur erneuten Entscheidung (nur noch) über das Strafmaß an das Landgericht zurück.
Für den ersten Verhandlungstag sind drei Zeugen geladen. Fortsetzungstermin mit Urteilsverkündung ist für Donnerstag, 1. Dezember, bestimmt.