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Polizei warnt vor Love-Scamming

Beginn der verhängnisvollen Kontakte sind oftmals Partnerbörsen und soziale Netzwerke (Foto: Polizei)
(thl). Die Polizei warnt vor einem neuen Kriminalitätsphänomen, das immer stärker um sich greift - das so genannte Love-Scamming. Dabei bandeln Täter, die vornehmlich im Ausland agieren, über das Internet - vorzugsweise über Partnerbörsen oder andere soziale Netzwerke - mit ihren Opfern an und täuschen ihnen die große Liebe vor.
Zwar sind vom Love-Scamming überwiegend Frauen mittleren Alters betroffen, aber auch Männer können Opfer werden. Das zeigte sich im Januar dieses Jahres, als das Winsener Amtsgericht den ehemaligen Kassenverwalter der Samtgemeinde Hanstedt zu einer zweijährigen Haftstrafe verdonnerte, weil er aus der Gemeindekasse 125.000 Euro gemopst hatte. Das Geld hatte der Homosexuelle an zwei Männer in Gambia überwiesen, die ihm erst die große Liebe und dann eine Notlage vorgaukelten (das WOCHENBLATT berichtete).
Das Perfide: Die Täter bedienen sich bei ihrem Verbrechen gerne echter Identitäten, die für die Opfer attraktiv und vor allem nachprüfbar erscheinen. In der Regel läuft die Kommunikation in englischer Sprache über Chats, Mails oder SMS. Mitunter kommt es auch zu Videochats, bei denen die Täter aber gerne technische Probleme oder andere Gründe vortäuschen, um kein Bild von sich preis geben zu müssen. Dabei schaffen die Gauner es, ihr Opfer geschickt zu manipulieren und stellen ihnen ein glückliches Leben miteinander in Aussicht. In Wirklichkeit wollen sie aber nur das Geld.
Die Polizei ist übrigens in den meisten Fällen machtlos, kommt kaum an die Täter heran.