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Präventionsarbeit verstärkt

Informierten die Bürger auf dem Winsener Wochenmarkt (v. li.): Horst Kraßmann, Mathias Fossenberger, Nicole Groß und Frank Freienberg
thl. Winsen. Die Einbruchszahlen sind im Landkreis Harburg mit Beginn der dunklen Jahreszeit sprunghaft angestiegen (das WOCHENBLATT berichtete). Jetzt rüstet die Polizei im Kampf gegen die Ganoven auf.
Unter anderem wurde jetzt das Präventionsangebot weiter ausgebaut. So waren z.B. jetzt Beamte in Winsen, Hittfeld und Neu Wulmstorf auf den Wochenmärkten aktiv, verteilten Flyer und informierten über Einbruchsschutz. "Wir wollen die Bürger dabei aber auch für verdächtige Situationen sensibilisieren", erklärt Polizeisprecher Jan Krüger. Denn man habe festgestellt, dass Bürger, die tagsüber zu Hause sind, wertvolle Hinweisgeber sein können. "Unser Anliege ist deshalb, gerade diese Menschen auf den Wochenmärkten zu erreichen und dafür zu werben, bei verdächtigen Beobachtungen unverzüglich die Polizei zu informieren. Notfalls auch über den Notruf 110", so Krüger.
Hintergrund: Immer wieder stellen die Beamten im Rahmen ihrer Ermittlungsarbeit nach Einbrüchen fest, dass Nachbarn oder Anwohner verdächtige Beobachtungen machen, diese jedoch aus verschiedensten Gründen nicht an die Polizei weitergeben. Für die Beamten ist aber jede noch so kleine Beobachtung von Bedeutung. So kann z.B. ein fremdes Fahrzeug, das in einer Wohnstraße steht und zunächst keiner Person zuzuordnen ist, für die Fahnder durchaus von Interesse sein.
Außerdem interessieren sich die Ermittler für Hinweise zu Personen, die mit fadenscheinigen Begründungen an Haustüren klingeln und dabei vielleicht nur feststellen wollen, ob jemand im Hause ist. Krüger: "Sollte sich ein Verdacht als unbegründet herausstellen, muss niemand mit Repressalien rechnen."