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Räuber drohen fünf Jahre Haft - Kurzer Prozessauftakt vor dem Landgericht

thl. Lüneburg. "Mein Mandant wird nichts zur Sache sagen." Kurz und knapp war die Aussage des Rechtsanwaltes, die für ein schnelles Ende des ersten Prozess-Tages gegen Jan L. sorgte. Seit Donnerstag muss sich der 26-jährige Pole wegen besonders schweren Raubes in zwei Fällen vor der 3. Großen Strafkammer des Lüneburger Landgerichtes verantworten.
L. soll Anfang November 2017 auf den Bahnhöfen Meckelfeld und Maschen kurz hintereinander jeweils einer Person unter Vorhalt einer Schusswaffe das Handy und persönlichen Dokumenten geraubt haben. Der Angeklagte konnte zwar zunächst flüchten, wurde jedoch wenig später geschnappt und kam erst einmal in Untersuchungshaft. Aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes wurde er zwischenzeitlich aber in das Psychiatrische Klinikum verlegt.
Nach der Verlesung der Anklage war auch schon wieder Schluss. "Wir haben für heute bewusst keine Zeugen geladen, weil wir eigentlich davon ausgingen, dass sich der Angeklagte einlässt", sagte die Richterin leicht irritiert.
Ob der Prozess jetzt am 1. oder 7. Juni weitergeht, ist derzeit noch offen. Da der vom Gericht bestellte Gutachter zeitlich eingeschränkt ist, soll versucht werden, Zeugenvernehmungen anders zu terminieren.
Jan L. drohen mindestens fünf Jahre Haft.