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Raub, Missbrauch, Einbruch vor dem Lüneburger Landgericht

thl. Lüneburg. Auch für Richter geht der Urlaub mal zu Ende. Vor dem Lüneburger Landgericht beginnen ab der kommenden Woche mehrere große Prozesse.
- Ab Mittwoch, 27. Juli, wird gegen zwei Männer (31 und 40 Jahre alt) aus Hamburg verhandelt. Die beiden sind angeklagt wegen mehrfachen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung sowie Sachbeschädigung. Ihnen wird zur Last gelegt, verschiedene Juweliere, einen Edeka-Getränkemarkt und eine Bäckerei im nördlichen Niedersachsen sowie eine Spielhalle in Meckelfeld überfallen zu haben. Bei den Taten, bei denen die Männer äußerst brutal vorgingen, wurden über 300.000 Euro erbeutet.
Die Verhandlung vor der 2. Großen Strafkammer beginnt um 9 Uhr im Saal 121. Es sind insgesamt zwölf Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird für den 18. Oktober erwartet. Den beiden Männern, die seit Februar in U-Haft sitzen, drohen Haftstrafen bis zu 15 Jahren. Zudem kommt für den 40-Jährigen die Sicherungsverwahrung in Betracht.
- Ebenfalls ab Mittwoch, 27. Juli, muss sich ein 33-Jähriger aus Seevetal erneut vor der 1. Großen Jugendkammer wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern verantworten. Das erste Verfahren war geplatzt, weil ein Schöffe während der Vernehmung des Opfers mit seinem Handy beschäftigt war und es daraufhin einen Befangenheitsantrag der Verteidigung gab (das WOCHENBLATT berichtete). Der Prozess beginnt um 9.30 Uhr ist bis zum 12. August terminiert.
- Vor der 10. Großen Strafkammer geht es ab Montag, 1. August, um gewerbsmäßigen Bandendiebstahl. Angeklagt sind zwei Männer (29 und 35 Jahre) alt. Sie sollen zwischen März und Juni 2013 (!) auf Autobahnparkplätzen Lkw-Planen aufgeschlitzt und dabei Waren im Wert von rund 280.000 Euro erbeutet haben. Ein Urteil wird in dem Verfahren bereits am 8. August erwartet.
- Ab Dienstag, 2. August, beschäftigt sich die 2. Große Strafkammer mit einem 35-jährigen Angeklagten, der Teil einer Diebesbande gewesen soll, die sich auf Einbrüche in Landhandel spezialisiert hatten, um dort Pflanzenschutz- und Düngemittel zu stehlen. Bereits im März hatte das Landgericht sechs zu der Bande gehörende Männer aus Polen zu Haftstrafen von bis zu fünf Jahren und drei Monaten verurteilt (das WOCHENBLATT berichtete). Zudem laufen noch gesonderte Verfahren gegen weitere Bandenmitglieder. Ein Urteil gegen den 35-Jährigen wird für den 12. August erwartet.